Ernährung

Astaxanthin als Nahrungsergänzungsmittel

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Astaxanthin wird als Nahrungsergänzungsmittel immer beliebter. Denn es ist mit das stärkste Antioxidans, und damit um einiges potenter als frisches Grün, Nelken oder Vitamin C. Damit kann der Körper vor freien Radikalen geschützt werden, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Der Alterungsprozess wird gestoppt, Menschen bekommen mehr Energie und das äußere Erscheinungsbild durch Haut und Haare wird verbessert.

Der Naturstoff Astaxanthin kommt in Algen, Fischen, Krustentieren oder sogar in Federn von Vögeln vor. Der Stoff soll gegen Krebs helfen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Grundlegend hilft das Super-Antioxidans dabei, die Ursache von oxidativem Stress zu beseitigen.

Hier erfahren Sie unter welchen Umständen Astaxanthin helfen kann, welche die beste Form der Einnahme ist und ob es Nebenwirkungen gibt. 

Was ist Astaxanthin?

In Grünalgen oder Plankton ist ein natürlicher, roter Farbstoff enthalten. Tiere wie Lachs, Krebse oder Schalentiere fressen diese Träger und erhalten dadurch ihre rötliche Farbe.

Industriell wird der Stoff auf zwei verschiedene Weisen gewonnen:

  • Natürliches Astaxanthin wird aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis entweder in Hawaii oder Israel gewonnen. Dieser Stoff kommt in einem Verbund mit anderen Stoffen vor, ist für die Anwendung bei Menschen geeignet und wirkungsvoll.
  • Synthetisches Astaxanthin stammt aus gentechnisch veränderten Hefepilzen oder wird in einem komplizierten Prozess aus Erdöl gewonnen. Die chemisch gleiche Verbindung ist für den Verzehr durch Menschen meist nicht zugelassen, wird aber zur Fütterung von Zuchtlachs verwendet. Somit erhält dieser seine rote Farbe. Allerdings ist die Wirkung deutlich geringer und die Einnahme nicht empfohlen.

Für die Einnahme und beste Wirkung sollte auf jeden Fall das natürlich gewonnene Astaxanthin Anwendung finden.

Astaxanthin gegen Beschwerden

Bei dem Stoff Astaxanthin handelt es sich um einen Naturstoff, der keine konkrete medizinische Zulassung besitzt. Deshalb darf das Nahrungsergänzungsmittel nur unterstützend zu einer medizinischen Behandlung eingesetzt werden.

Vor der Einnahme zur Linderung von Krankheiten sollte in jedem Fall ein Arzt oder Heilpraktiker konsultiert werden.

Unterschiedliche Menschen leiden an verschiedenen Krankheiten. Doch die Ursache ist dabei meist die gleiche: Oxidativer Stress.

Die auftretenden Symptome zeigen sich nur an den jeweiligen „Schwachstellen“ wie Haut, Haaren, Zähnen, Herz, Magen oder Lunge. Wenn die Ursache nun durch einen Wirkstoff behoben werden kann, so gehen auch die Symptome zurück.

Deshalb kann Astaxanthin bei so vielen verschiedenen Beschwerden helfen. Generell steigert der Stoff das allgemeine Wohlbefinden.

So können schon 4 mg pro Tag ausreichen, um das Immunsystem zu verbessern, die Haut zu glätten und den Haarwuchs anzuregen.

Sonnenschutz

Cremes für den Sonnenschutz müssen ständig erneuert werden, hemmen die Bildung von natürlichem Vitamin D und enthalten meist bedenkliche Zutaten. Astaxanthin schützt die Haut vor der UV-Strahlung dagegen von innen. (1)

In einer Studie wurde bei Menschen die Intensität an UV-Strahlung gemessen, die für einen Sonnenbrand nötig war. Danach erhielten die Teilnehmer 4 mg natürliches Astaxanthin pro Tag.

Bei einem erneuten Test nach nur zwei Wochen wurde festgestellt, dass die UV-Strahlung nun deutlich länger einwirken muss, um einen Sonnenbrand auszulösen.(2)

Der Schutz kann erhöht werden, wenn Astaxanthin über einen längeren Zeitraum eingenommen wird.

Denn dadurch kann sich der Stoff erst in einem ausreichenden Maß in der Haut und den Zellen einlagern, wodurch der Sonnenschutz erhöht wird.

Entzündungshemmende Eigenschaften

Grundsätzlich sind Entzündungen ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem einen Bakterienherd bekämpft. Sollte diese jedoch chronisch werden, so wird der Heilungsprozess gestört.

Außerdem ist dies ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Körper. Dadurch kommen viele Krankheiten zum Vorschein.

Gerade wenn die Entzündungen unbemerkt bleiben, zeigen sich Symptome wie Müdigkeit, Schlaflosigkeit oder Abgeschlagenheit.

Eine Entzündung wird meist nicht als Auslöser in Betracht gezogen. Dabei sind diese “stummen Entzündungen” in der Bevölkerung weit verbreitet.

Astaxanthin wirkt entzündungshemmend, da die auslösenden Botenstoffe in ihrer Aktivität gehemmt werden.

Besonders bei chronischen Krankheitsverläufen kann es daher helfen. (3, 4)

Krebs

Krebs hat meist viele verschiedene Ursachen, die nicht zuletzt am modernen Lebensstil liegen.

Mit Astaxanthin kann der Krebs zwar nicht geheilt werden, jedoch werden einige Ursachen bekämpft. Damit eignet sich der Stoff perfekt als Unterstützung einer konventionellen Krebstherapie. (5)

Als erstes bindet Astaxanthin freie Radikale im Körper, die oxidativen Stress auslösen.

Dadurch können sich die Krebszellen nicht mehr so stark vermehren. Außerdem kann sich der Körper stärker auf die Bekämpfung der Krebszellen konzentrieren.

Weiterhin lindert der Stoff die Entzündungen, welche von Krebszellen ausgelöst werden.

In Tierversuchen und teilweise klinischen Studien wurde darüber hinaus festgestellt, dass die Blut-Hirn-Schranke überschritten wird. Deshalb können damit auch Erkrankungen im Gehirn unterstützend geheilt werden.

Nebenwirkungen

Manche Antioxidantien können unerwünschte Effekte hervorrufen. So wirken Vitamin C oder Vitamin E genauso wie Beta-Carotin pro-oxidativ.

Diese Stoffe können unter gewissen Umständen entgegengesetzt wirken und oxidativen Stress auslösen, statt diesen zu verringern.

Diese Wirkung tritt jedoch nur auf, wenn sie isoliert, in großen Mengen und gar in synthetischer Form eingenommen werden.

Astaxanthin wirkt jedoch in keinem Fall pro-oxidativ, weshalb dieser Effekt nicht auftreten kann.

Allerdings kann es bei Einnahme von mehr als der empfohlenen Dosierung zu orangefarbenen Händen und Füßen kommen.

Durch die Einlagerung in den Hautzellen tritt diese Farbänderung auf. Diese ist jedoch auch teilweise erwünscht, da so der Sonnenschutz besonders stark ist.

Je nach Quelle und Studie wird Rauchern die Einnahme von Astaxanthin nicht empfohlen, da das gleichzeitige Vorhandensein von Nikotin und Carotinoide im Blut zu Wechselwirkungen führen kann.

In einer Studie wurde eine gesteigerte Krebsrate ermittelt. Jedoch wurde den Probanden eine isolierte Form von Vitamin C verabreicht.

Auch bei Hashimoto oder anderen Autoimmunerkrankungen sollte vorher der Arzt oder Heilpraktiker kontaktiert werden.

Jedoch raten einige Ärzte bei solchen Erkrankungen mittlerweile zu einer Aufnahme von hohen Dosen.

Dosierung und Einnahme

Pro Tag sollten mindestens 4 mg Astaxanthin eingenommen werden, um von einer eindeutigen Wirkung zu profitieren.

Nach einem Monat der Einnahme kann die Dosis auf 8 mg täglich gesteigert werden, sofern keine Wirkung auftritt. Manche Menschen benötigen sogar bis zu 12 mg.

Vergleichsweise könnten Sie auch 100 Gramm Rotlachs pro Tag essen, um die gleiche Menge an Astaxanthin zu erhalten.

Diese Sorte ist jedoch nur schwer zu bekommen, bei der Verwendung von Lachs aus dem Atlantik wären schon ein Kilogramm nötig.

Wichtig ist zu verstehen, dass der Stoff extrem stark mit Sauerstoff reagiert.

Deshalb ist die Verwendung eines qualitativ hochwertigen Produkts wichtig, damit die Verarbeitung unter besten Bedingungen stattfindet.

Aus diesem Grund wird auch die Einnahme von Kapseln empfohlen, da reines Pulver sofort nach dem Öffnen unwirksam werden würde.

 

Fazit

Astaxanthin kann bei vielen Erkrankungen helfen und wirkst als besonders starkes Antioxidans dem Alterungsprozess entgegen.

Der Wirkstoff ist relativ natürlich und hilft auch bei ansonsten gesundem Körper. Es werden zum Beispiel das Immunsystem unterstützt, das Hautbild wird verbessert und Anwender bemerken eine deutliche Leistungssteigerung bei allen Aufgaben im Alltag.

Sie können Astaxanthin auf dem Markt in vielen verschiedenen Formen finden, und sie sind alle allgemein sicher in der empfohlenen Dosierung zu verwenden.

Quellen

  1. The Protective Role of Astaxanthin for UV-Induced Skin Deterioration in Healthy People—A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial
  2. Internal Beauty Pill?  Sunscreen in a Pill? NATURAL ASTAXANTHIN The World’s Best Kept Health Secret – By Bob Capelli with Dr. Gerald Cysewski
  3. Anti-inflammatory effects of astaxanthin in the human gingival keratinocyte line NDUSD-1 – J Clin Biochem Nutr. 2015 May
  4. On the Neuroprotective Role of Astaxanthin: New Perspectives? 24 July 2018
  5. Multiple Mechanisms of Anti-Cancer Effects Exerted by Astaxanthin – Mar Drugs. 2015 Jul
Astaxanthin als Nahrungsergänzungsmittel

About Icko Gjorgoski

Hallo Ich bin Icko und Ich bin Professor an der Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik, Ss. Cyril and Methodius University in Skopje, Mazedonien seit 36 Jahren. Ich habe Physiologie und Immunologie gelehrt. Meine Forschung liegt im Bereich der Immunologie, mit einem Schwerpunkt auf den Molekulare Immunologie. Ich habe mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten verfasst oder mitverfasst. Ich hoffe, Ihnen gefällt mein Blog. Für Informationen zu den Themen stehe ich Ihnen gerne unter [email protected] zur Verfügung.

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