Ernährung

Warum Fertigprodukte keine Alternative zu Frischkost sind

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Ob Tütensuppe, Tiefkühlpizza, Ravioli aus der Dose, Instantnudeln oder Fischstäbchen – Fertigprodukte findet man in den meisten Haushalten. Sie sind schnell zubereitet, praktisch und eine einfache Alternative für alle, die zum Einkaufen und Kochen keine Zeit oder Lust haben. Deshalb werden sie in den Supermärkten als Convenience-Food bezeichnet. Fertigprodukte gelten nicht nur als bequem, sondern auch als günstig und schmecken meistens passabel.

Die Bequemlichkeit wiegt jedoch die vielen Nachteile der Fertigprodukte nicht auf. Denn sie sind kalorien- und fettreicher als Gerichte mit frischen Zutaten.  In der Regel enthalten sie zu viel Zucker, Salz, Fett und nur wenig Vitalstoffe.

Außerdem stecken Fertigprodukte voller gesundheitsgefährdender Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungs-, Verdickungs- und Säuerungsmittel, Farb- und Aromastoffe oder Emulgatoren. Von diesen Zusatzstoffen sind oft umso mehr erforderlich, je stärker verarbeitet und länger haltbar ein Fertigprodukt ist.

Spätestens beim Blick auf die Zutatenliste vergeht vielen der Appetit

Fast jedes einigermaßen beliebte Gericht wird inzwischen vakuumverpackt, tiefgefroren, in Dosen oder Tüten angeboten und die jeweilige Zutatenliste gibt anscheinend exakt Auskunft über alle enthaltenen Inhaltsstoffe. Die EU-weite einheitliche Lebensmittel-Kennzeichnung ordnet rechtlich an, die Inhaltsstoffe absteigend nach ihrem Produktanteil aufzulisten.

Zusätzlich informieren viele Hersteller mit einer Nährwerttabelle über den Gehalt der Produkte an Kalorien/Joule, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz. Die Health-Claims-Verordnung legt europaweit einheitliche Anforderungen bei der Verwendung dieser Angaben fest. Darin heißt es: „Die nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben dürfen nicht falsch oder irreführend sein und müssen vom aufmerksamen, durchschnittlichen Verbraucher verstanden werden.“

 

Ein bunter Cocktail von Zusatzstoffen

Aber welcher Verbraucher weiß zum Beispiel, dass E102, 104, 110 häufig verwendete Lebensmittelfarbstoffe sind, die Allergien und Atemnot auslösen und die Abwehrkräfte schwächen können.

Oder, dass E280, 281, 282, 283 Konservierungsstoffe sind, die bei Kindern zu Konzentrations-, Verhaltens- und Schlafstörungen führen können.

Oder, dass chemische Aromen, wie etwa das Erdbeer- oder Suppengrünaroma, hauptsächlich von Schimmelpilzen hergestellt werden. Kennzeichnungspflichtig ist dabei jedoch nicht, dass einige davon gentechnisch manipuliert sind.

Auch die Zutaten eines Produkts, die bei der Herstellung eines Fertiggerichts weiterverarbeitet wurden, müssen nicht als Inhaltsstoffe angegeben werden. Dasselbe gilt für Enzyme sowie technische Hilfsstoffe, die während der Verarbeitung zugesetzt und anschließend deaktiviert oder laut gesetzlicher Regelung wieder ausreichend entfernt wurden.

 

Verbraucher werden bewusst getäuscht

Seitdem sich herumgesprochen hat, dass Fertigprodukte meistens einen Mix verschiedenster Lebensmittelchemikalien enthalten, entpuppen sich die Etiketten oft als Mogelpackung. Wenn darauf zum Beispiel “ohne Konservierungsstoffe” angegeben ist, sind in der Regel die meistens keinesfalls harmloseren Antioxidationsmittel zugesetzt.

Seitdem sich herumgesprochen hat, dass Fertigprodukte meistens einen Mix verschiedenster Lebensmittelchemikalien enthalten, sind viele Verbraucher skeptisch geworden. Und tatsächlich entpuppen sich Etiketten oft als Mogelpackung.

Wenn auf einem Produkt zum Beispiel “ohne Konservierungsstoffe” vermerkt ist, sind in der Regel die meistens keinesfalls harmloseren Antioxidationsmittel zugesetzt, da diese einen ähnlichen Effekt haben, jedoch nicht zu den Konservierungsstoffen gehören.

Mit dem Zusatz „ohne Geschmacksverstärker“ werden Fertigprodukte beworben, seitdem Glutamat ins Gerede gekommen ist. Stattdessen werden inzwischen häufig Hefeextrakte verwendet.

Oder in der Liste der Inhaltsstoffe ist „Trockenmilcherzeugnis“ aufgeführt. Dafür wird aus Milchtrockenmasse ein Pulver mit einem hohen Anteil von Glutaminsäure hergestellt, die sich bei der Herstellung in Glutamat umwandelt.

Da Glutamat nicht den besten Ruf hat, werden Fertigprodukte vermehrt mit der Aufschrift „ohne Geschmacksverstärker“ beworben. Jedoch hält der Inhalt nicht was die Verpackung verspricht. Stattdessen werden inzwischen häufig Hefeextrakte verwendet. Oder in der Liste der Inhaltsstoffe ist „Trockenmilcherzeugnis“ aufgeführt. Dafür wird aus Milchtrockenmasse ein Pulver mit einem hohen Anteil von Glutaminsäure hergestellt, die sich bei der Herstellung in Glutamat umwandelt. Somit ist die direkte Kennzeichnung des Stoffs Glutamat nicht erforderlich.

• „Zuckerfrei“ bedeutet nur, dass ein Produkt ohne Haushaltszucker auskommt. Andere Zucker und billige Süßungsmittel wie etwa Fructose können aber enthalten sein.
• „Ohne Zuckerzusatz“ wiederum heißt lediglich, dass am Ende kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde.
• Der Zusatz „ohne Farbstoffe“ ist auch irreführend und sagt nur aus, dass zum Färben andere Zusatzstoffe verwendet wurden.

Naturbelassene Vitamine” sind ebenfalls ein Versprechen, das die Hersteller nicht halten können. In Instantprodukten kommen ohnehin keine frischen Lebensmittel mehr zum Einsatz, sondern nur noch pulverisierte Konserven. Auch bei der Lagerung von Frischwaren in Dosen verflüchtigt sich die Mehrzahl an Vitaminen und Nährstoffen.
Der Einsatz von häufig beigefügten synthetischen Vitaminen, mit denen inzwischen viele Fertigprodukte beworben werden, ist schon seit einiger Zeit umstritten.

 

Dick und krank durch Fertigprodukte?

Zu den zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gehört, Zucker und Salz einzusparen. Zuckergesüßte Lebensmittel und Getränke enthalten unnötige Kalorien und sind meistens nährstoffarm.

Zu viel Salz kann den Blutdruck erhöhen. Empfohlen wird, maximal sechs Gramm Salz am Tag aufzunehmen.

Bereits einige Fertiggerichte enthalten mehr Salz und oft viel zu viel Zucker und Fett, das ein günstiger Geschmacksträger, aber problematisch für die Gesundheit ist.

Die DGE empfiehlt, versteckte Fette in verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst, Gebäck, Süßwaren, Fastfood und Fertigprodukten zu vermeiden und pflanzliche Öle wie Raps- oder Distelöl zu verwenden. Diese gesunden ungesättigten Fette sind allerdings nicht für Fertiggerichte geeignet, weil sie beim Erhitzen zerstört und schneller ranzig werden.

Deshalb weisen Fertigprodukte einen hohen Anteil an gesättigten Fetten auf, die das Risiko für Schlaganfälle, Herzattacken und Krebserkrankungen erhöhen können.

Besonders bedenklich sind die Transfettsäuren, die in gehärteten Fetten stecken und zum Beispiel in Fertigprodukten wie vorfrittierten Pommes eingesetzt werden. Sie erhöhen die Menge an schädlichem Cholesterin im Blut und das Risiko für Herzkreislauferkrankungen.

 

Zitronensäure, Phosphat und Süßstoffe sind brisante Zusatzstoffe

Hinter dem Code E 330 verbirgt sich der chemische Inhaltsstoff Zitronensäure. Sie wird unter Hinzufügung von Antibiotika ebenfalls von Schimmelpilzen produziert und sorgt in Marmeladen oder Fruchtsaftgetränken für den fruchtigen Geschmack.

Zitronensäure steckt aber auch in Konserven, Schmelzkäse, Backwaren oder Süßigkeiten, weil sie konserviert und stabilisiert. Da mit der Zitronensäure auch noch Überreste der Antibiotika in die Fertigprodukte gelangen können, kann deren Verzehr eine Antibiotikaresistenz zur Folge haben.

Phosphat, das ebenfalls als Säuerungs- und Konservierungsmittel, aber auch als Geschmacksverstärker und Emulgator eingesetzt wird, sollte eigentlich überhaupt nicht in der Nahrung vorkommen. Es kann die Blutgefäße schädigen und die Kalziumaufnahme in die Knochen behindern.

Neben billigen Süßungsmitteln verwenden Hersteller von Fertigprodukten häufig Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe wie Cyclamat und Saccharin, die bereits als krebserregend verboten waren und inzwischen in einigen Ländern wieder zugelassen sind.

Als unbedenklich gelten Süßstoffe deshalb laut Experten nicht. Aspartam zum Beispiel steht im Verdacht, bei der Verdauung krankheitsauslösende Nervengifte entstehen zu lassen.

 

Gesunde Tiefkühlkost, wenn es schnell gehen muss

Tiefkühlkost, insbesondere Obst und Gemüse, enthalten durch die heutigen modernen Gefriermethoden teilweise mehr Vitalstoffe als frisches Obst und Gemüse, das lange Transportwege hinter sich hat. Auch durch eine lange Lagerung im Kühlschrank oder in der Küche gehen mit zunehmender Dauer immer mehr Vitamine verloren.

In tiefgekühlten Fertiggerichten stecken aber ebenfalls viele Zusatzstoffe. Dann lohnt sich der Einkauf in Bioläden. Dort wird inzwischen eine zunehmende Auswahl an Fertiggerichten in Bio-Qualität mit möglichst natürlicher Rezeptur angeboten, die zum Beispiel auf Geschmacksverstärker, künstliche Aroma- und Farbstoffe sowie gehärtete Fette verzichten.

 

Viele Gründe sprechen für frische Zutaten

Auch wenn einige Hersteller die Qualität von Fertigprodukten in den letzten Jahren verbessert haben und es in puncto Nährstoffgehalt große Unterschiede zwischen den Produkten gibt – sie bleiben am besten die Ausnahme auf dem Speiseplan.

Das ist viel gesünder und figurfreundlicher. Fertigprodukte sollten höchstens dann auf den Tisch kommen, wenn sie sinnvoll mit frischen Zutaten kombiniert werden.

Auch viele einfache Gerichte lassen sich schnell mit frischen Zutaten zubereiten. Das beste Beispiel ist ein vitaminreicher Sommersalat oder ein Smoothie mit frischem Obst und Gemüse

Außerdem ist Frischkost ökologischer und oft sogar günstiger als Fertiggerichte, wie Preisvergleiche zum Beispiel von industriell stark verarbeiteten und mit frischen Zutaten zubereiteten Kartoffelgerichten ergeben haben.

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Hi Ich bin Nick! Ich interessiere mich leidenschaftlich für alles, was mit gesunder Ernährung und einem gesunden Leben zu tun hat. Ich habe diese Webseite gestartet, um mein Wissen und meine Erfahrung mit meinen Lesern zu teilen und weil es mir unglaublich viel Spaß bereitet, anderen mit meinen Tipps zu einem besseren Leben zu verhelfen.

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