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Ginseng Nebenwirkungen

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Ginseng werden positive Einflüsse auf die Gesundheit aber auch Nebenwirkungen zugeschrieben

Ginseng zählt zu den Efeugewächsen und stammt ursprünglich aus den Gebirgsregionen Nordkoreas. Mittlerweile wird Ginseng in unterschiedlichen Arten im Nordosten Chinas, Südkorea, Japan sowie in Amerika und im südöstlichen Sibirien angebaut. Die krautigen Pflanzen wachsen überwiegend in Hanglagen und verfügen über große, grüne Blätter und rote Steinfrüchte. Ginseng ist mit spindelförmigen oder zylindrischen Wurzeln ausgestattet.

Die Ernte erfolgt bei vier- bis siebenjährigen Pflanzen. Die weißen Ginseng-Wurzeln werden unter Beibehaltung ihrer natürlichen Farbe getrocknet. Die roten Ginseng-Wurzeln erhalten ihre Farbe durch eine Behandlung mit Wasserdampf vor dem Trocknungsprozess. Zu den Inhaltsstoffen der Wurzeln zählen:

  • Ginsenoside aus der äußeren Wurzelrinde
  • Vitamine aus der B-Gruppe sowie Vitamin C
  • Die Mineralstoffe Zink, Selen, Chrom und Eisen sowie Kalzium, Magnesium, Chrom und Phosphor
  • Aminosäuren
  • Ätherische Öle

 

Der Wirkstoffkombination wird eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Eigenschaften zugeschrieben. Ginseng soll das Immunsystem sowie das Abnehmen unterstützen und gegen Krebs vorbeugen. Ebenso sollen die Wurzelstoffe über eine blutdrucksenkende, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung verfügen. Ginseng wirkt angeblich auch gegen Müdigkeit, Heuschnupfen und Asthma. Außerdem sollen die Inhaltsstoffe die Konzentrations- und Gedächtnisleistung fördern. Ginseng-Präparate sind in unterschiedlichster Form auf dem internationalen Markt erhältlich.

Sie stehen als Kapseln, Granulat und Tee-Extrakt sowie Pulver zur Verfügung. Neben den Chancen zur gesundheitlichen Nutzung sowie zur Leistungssteigerung und Vitalisierung gibt es jedoch auch andere Hinweise. Danach kann die Einnahme von Ginseng insbesondere in höherer Dosierung angeblich zu Nebenwirkungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

 

Mögliche Nebenwirkungen

Es ist festzustellen, dass sowohl bezogen auf die positiven Auswirkungen von Ginseng als auch auf die möglichen Risiken vielfach der wissenschaftliche Nachweis fehlt. Oftmals handelt es sich um Angaben von Produktherstellern. Gemäß einigen Packungshinweisen kann die Einnahme von Ginseng in sehr seltenen Fällen Schlafstörungen verursachen. Außerdem kann die Einnahme von Ginseng Magen-Darm-Beschwerden, Bluthochdruck oder vaginale Blutungen bewirken. Daher ist insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder Arteriosklerose Vorsicht geboten.

Da Ginseng zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen kann, sollten Diabetiker vor der Einnahme von Ginseng-Präparaten einen Arzt befragen.

Ebenso sind bestimmte Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen und daher möglich. Ginseng kann die Blutgerinnung beeinträchtigen, daher können Blutgerinnungsmitteln der Cumarin-Version in ihrer Wirkung abgeschwächt werden. Aufgrund der vielfältigen Wirkungen von Ginseng ist bei der Einnahme von Medikamenten zur Behandlung chronischer Erkrankungen die Dosierung zu überdenken.

Während der Einnahme von Ginseng sollte auf den Konsum von stärkeren koffeinhaltigen Getränken verzichtet werden. Kombiniert mit Ginseng kann die Wirkung von Koffein erheblich verstärkt werden und es kann sich sehr schnell ein hoher Blutdruck entwickeln. Ebenfalls kann sich im Zusammenwirken mit Ginseng die Wirkung von Kortison-Präparaten verstärken.

 

Hinweise aus Forschungsstudien, Erfahrungsberichten und Tests zur Einnahme von Ginseng

In mehreren Studien zu Ginseng wurden in seltenen Fällen bei hohen Dosierungen und längerer Anwendung Schlaflosigkeit, Durchfälle und Nervosität sowie Hypertonie (Bluthochdruck) festgestellt.

Im Jahr 2013 wurde bei meinem Test in den USA insgesamt 21 Ginseng-Produkte untersucht. Ein Produkt war darunter mit Blei kontaminiert und drei Produkte enthielten deutlich weniger Anteile an Ginsenosiden als angegeben. Da in den USA andere Zulassungsverfahren bestehen, sollten sicherheitshalber deutsche Produkte bevorzugt werden.

Vorsicht ist auch bei chinesischen Produkten geboten. Dort werden in großem Umfang Pestizide eingesetzt, die gesundheitlich gefährlich werden könnten. In Erfahrungsberichten wurde mitgeteilt, dass bei zu hoher Dosierung von Ginseng Kopfschmerzen entstehen können. Außerdem ergaben zahlreiche Erfahrungshinweise, dass es bei einer abendlichen Einnahme von Ginseng durch die aufputschende Wirkung zu Schlafstörungen kommen könne

Bei der Einnahme von Diabetesmedikamenten und Ginseng sind angeblich nachteilige Wechselwirklungen beobachtet worden. Laut Stiftung Warentest können Ginseng-Toniken Alkohol enthalten.

Negative Wechselwirkungen können ebenfalls bei einer gleichzeitigen Einnahme von Ginseng mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln aber auch Schmerzmitteln sowie Psychopharmaka auftreten. Ebenso kann bei einer gleichzeitigen Einnahme die Wirkung von Östrogenen beeinträchtigt werden.

Hier ist noch ein interessanter Artikel, der darüber berichtet, ob Ginseng einen Einfluss auf die Potenz hat.

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About Nick

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