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Welche Hausmittel helfen bei entzündeter Speiseröhre

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Welche Hausmittel helfen bei entzündeter Speiseröhre

Eine Speiseröhrenentzündung muss normalerweise medikamentös behandelt werden. Der Arzt wird Präparate zur Magenentleerung und zum anderen Säurehemmer wie Antazida verordnen. Begleitend dazu können Hausmittel eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern. Auch Naturheilmittel wie Basenpulver und Heilerde bieten sich an – in Rücksprache mit dem Arzt und richtig angewendet. Die wichtigsten Hausmittel bei einer entzündeten Speiseröhre und ihre korrekte Anwendung.

Die wichtigsten Hausmittel bei einer entzündeten Speiseröhre:

  • Natron
  • Kartoffelsaft
  • Eibischwurzel
  • Aloe Vera
  • Natron
  • Kräutertees aus Ingwer, Melisse oder Kamille
  • Honig
  • Heilerde
  • Haselnüsse

Die richtige Ernährung

Bei einer Speiseröhrenentzündung ist der Rachenraum besonders schmerzempfindlich. Um die Schmerzen zu lindern und einer Verstärkung der Entzündung vorzubeugen, sollte zunächst die Ernährung umgestellt werden.

Auf sehr fettiges, süßes oder saures Essen gilt es zu verzichten. Stattdessen empfiehlt sich eine fettarme und eiweißhaltige Ernährung. Wer sich gleichzeitig noch ausreichend bewegt und viel Wasser trinkt, lindert die akuten Beschwerden einer Speiseröhrenentzündung und beugt einer neuen Entzündung vor.

Auch Alkohol und Kaffee können eine Refluxkrankheit und ihre Beschwerden begünstigen und sollten nur in kleinen Mengen eingenommen werden. Gesunde Alternativen sind Mineralwasser und Tee.

Tagsüber sollten lieber mehrere kleine statt eine große Portion verzehrt werden. Dann hat die Speiseröhre ausreichend Zeit, das Essen an den Magen weiterzuleiten. Am Abend wird am besten auf schwere Nahrung verzichtet. Zudem sollte das Essen nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen verzehrt werden.

Zudem sollte jeder Bissen ausreichend gekaut werden. Wird der Ernährungsbrei schon gut vorgekaut in die Speiseröhre geleitet, gelangt er ohne Risiko in den Magen. Sollten die Schmerzen dennoch zu stark sein, muss die Ernährung umgestellt werden.

Menschen, die an Übergewicht leiden, sollten eine Gewichtsnormalisierung in Betracht ziehen. Eine geeignete Diät trägt dazu bei, dass überschüssige Pfunde abgekaut und die Belastung auf den Magen-Darm-Trakt und die Speiseröhre reduziert wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich ein Arztbesuch.

Kaugummi kauen

Ein ungewöhnliches Hausmittel ist Kaugummi kauen. Durch das Kauen wird die Speichelproduktion angeregt, wodurch Säuren in der Speiseröhre leichter neutralisiert werden. Außerdem lässt Speichel die vorhandene Säure neutralisieren. Besonders wirksam sind natürlich Sorten, die möglichst nicht scharf sind. Ideal sind medizinische Kaugummis aus der Apotheke.

Zur Schmerzlinderung können Eiswürfel gelutscht werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass keine Erfrierungen im Mund- oder Rachenraum auftreten.

Wenn die Speiseröhre nachts schmerzt, kann es zudem helfen, die Schlafposition zu wechseln. Die Speiseröhre sollte sich beim Schlafen leicht über dem Magen befinden, damit der Magensaft nicht nach oben gelangt und Entzündungen hervorruft. Ein bis zwei zusätzliche Kissen genügen, um den Oberkörper in die richtige Position zu bringen.

Natron

Bei einer leicht entzündeten Speiseröhre wird oftmals Natron empfohlen. Das Natriumhydrogencarbonat ist bereits in kleinen Mengen in der Lage, die Magensäure zu neutralisieren und dem Sodbrennen entgegenzuwirken. Angewendet wird Natron, in dem ein Teelöffel des Pulvers in einem Glas Wasser aufgelöst und in kleinen Schlücken getrunken wird. Aufgrund seiner reizenden Wirkung darf Natron nur in Notfällen und nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Heilerde

Heilerde setzt sich aus Mineralien und Spurenelementen zusammen. Das feine Pulver wurde schon in der Antike als Arzneimittel eingesetzt und hat bis heute nichts von seiner heilenden Wirkung verloren. Heilerde hilft dabei, den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen und das Sodbrennen zu lindern. Zubereitet wird Heilerde, indem zwei bis drei Teelöffel Pulver mit Wasser vermengt werden. Bei chronischen Beschwerden empfiehlt sich eine längere Heilerdekur.

Kartoffelsaft

Kartoffelsaft enthält eine Menge Stärke, die überschüssige Magensäure im Magen bindet und Begleiterscheinungen wie Sodbrennen entgegenwirkt. Ein Glas Kartoffelsaft kann zudem einen unmittelbar lindernden Effekt auf die Kehle haben. Weil die verschiedenen Säfte ganz unterschiedlich zusammengesetzt sein können, gilt: einen sorgfältigen Blick auf das Präparat werfen. Der Kartoffelsaft muss zum Verzehr geeignet sein und darf keine künstlichen Stoffe enthalten.

Eibischwurzeln

Ähnlich wie Leinsamen, gilt auch die Eibischwurzel als hervorragender Schleimstofflieferant. Die Pflanze hilft bei Entzündungen der Speiseröhre, indem sie beim Kauen einen schützenden Film bildet, der sich auf die Speiseröhre und auf die Magenschleimhaut legt. Weil die Schleimstoffe in der Wurzel empfindlich auf Hitze reagieren, wird Eibischwurzeltee kalt angesetzt.

Aloe Vera

Aloe Vera hilft bei verschiedenen Infektionen. Die antibakterielle Pflanze kann äußerlich und innerlich angewendet werden. Bei einer Speiseröhrenentzündung bietet sich die innerliche Anwendung an – Aloe-Vera-Tee oder die rohe Wurzel. Während der Tee, welcher aus Aloe-Vera-Gel oder der rohen Wurzel hergestellt wird, schnell seine Wirkung entfaltet, hat die rohe Wurzel, die beispielsweise in einen Salat geschnitten werden kann, langfristige Effekte.

Ingwertee

Wie die Knolle selbst, wirkt auch Ingwertee antibiotisch. Bei Entzündungen der Speiseröhre entfaltet der Tee schnell seine positiven Effekte. Bei länger andauernden Beschwerden werden am besten zwei bis drei Tassen Tee pro Tag getrunken, bis die Symptome abgeklungen sind. Alternativ zu Ingwer bieten sich Kamille oder Melisse an. Auch klassische Teesorten wie Rooibos oder Früchtetee lindern die Schmerzen in der Speiseröhre, indem sie die Durchblutung anregen.

Morgens vor dem Frühstück sollte ein Glas Wasser getrunken werden. Das Wasser verdünnt die Magensäure und verhindert dadurch Sodbrennen. Bei schweren Entzündungen kann die Nahrungsaufnahme schwer fallen. Dann helfen flüssige Speisen wie Suppe oder Smoothies. Als weniger schwere Alternative kann ein Brei aus Wasser und Haferflocken verzehrt werden. Er hilft vor allem bei Appetitmangel und daraus resultierenden Beschwerden. Wer es süßer mag, greift zu Honig.

Honig

Honig hat eine antiseptische und beruhigende Wirkung. Daneben wird dem süßen Nektar ein antiallergener Effekt nachgesagt. Bei einer entzündeten Speiseröhre wird der Honig am besten pur verzehrt oder in Tee oder warmer Milch aufgelöst.

In verschiedenen Präparaten und Teesorten ist bereits Honig enthalten. Ein Blick auf die Verpackung verrät, ob die positiven Effekte von Aminosäuren, Vitaminen und Enzymen zum Tragen kommen. Der hochwertigste Honig ist Manuka Honig und eignet sich auch bei Problemen mit der Speiseröhre.

Haselnüsse

Das Kauen von Haselnüssen soll die Symptome einer entzündeten Speiseröhre lindern. Als gesunde Alternative zum Kaugummi regen die Nüsse den Speichelfluss an und befeuchten die Speiseröhre. Als weitere Alternative können Kartoffeln, Haferflocken oder spezielle Mischungen aus Schafgarbe und Kalmuswurzel gekaut werden. In der Naturheilkunde wird Heilerde empfohlen.

Weil eine entzündete Speiseröhre oft mit einem geschwächten Immunsystem einhergeht, müssen die Abwehrkräfte gestärkt und unterstützt werden. Bewegung an der frischen Luft und Stressreduktion sind wichtige Faktoren für ein gesundes Leben.

Wirksame Maßnahmen bei einer Speiseröhrenentzündung:

  • Die richtige Ernährung
  • Sport und Entspannungsübungen
  • Ausreichend Schlaf
  • Die passende Kleidung

Sport und Entspannungsübungen

Entspannungsübungen helfen zusätzlich gegen Stress. Bewährt haben sich autogenes Training und Atemübungen, aber auch Klassiker wie eine ausgedehnte Massage. Aus dem Bereich der Homöopathie bietet sich außerdem Akupunktur an. Bei einer akuten Speiseröhrenentzündung sollte von der Einnahme dieser Präparate zunächst abgesehen werden. Die Einnahme von Arzneimitteln oder aggressiven Hausmitteln wird am besten zuvor mit dem Arzt abgesprochen, um Komplikationen zu vermeiden.

Die richtige Kleidung

Die Kleidung sollte nicht allzu eng sein. Enge Kleidung drückt auf den Magen und kann dazu führen, dass sich noch mehr Magensäure bildet. Dies führt zu einer Verschlimmerung der Entzündung. Manchmal kann eine Umstellung der Ernährung bereits helfen. Andernfalls muss eine geeignete Kleidung getragen werden. Dazu zählen in jedem Fall auch Schal und Mütze, denn eine entzündete Speiseröhre schwächt den Körper stark ab. Darum ist bei einer akuten Erkrankung zusätzlicher Schutz angesagt.

Fazit: Wann Sie zum Arzt müssen

Sollten die Hausmittel keine Wirkung mehr zeigen, muss der Arzt zurate gezogen werden. Eine Speiseröhrenentzündung wird in der Regel medikamentös behandelt. Der Mediziner kann unter anderem sogenannte Säurebinder verordnen, welche die produzierte Säure neutralisieren. Alternativ können Protonenpumpenhemmer verschrieben werden. Diese hemmen die Magensäureproduktion, nicht aber den eigentlichen Rückfluss. Der Arzt kann weitere Maßnahmen nennen, mit denen sich das Leiden behandeln lässt.

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