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15 Hausmittel gegen Hämorrhoiden

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Wenn es im Afterbereich anfängt zu jucken, zu brennen und eventuell sogar Blut herauskommt, dann ist das vielen erst einmal peinlich, denn Hämorrhoiden haben einen schlechten Ruf. Doch es gibt keinen Grund zur Scham, das Leiden ist weit verbreitet und sollte auf jeden Fall angegangen werden. Um die Schmerzen zunächst einmal zu lindern und auch ansonsten zu verhindern, dass die unangenehme Vergrößerung der Aftergefäße weiter voranschreitet, kann man allerdings auch von zu Hause aus etwas tun. Wir erklären Ihnen, wie es zu Hämorrhoiden kommt, geben Ihnen Tipps, wie Sie das Leiden schon im Vorfeld verhindern können und stellen Ihnen 15 bewährte Hausmittel gegen Hämorrhoiden vor.

Was sind Hämorrhoiden?

Im Grunde sind Hämorrhoiden keine Krankheit, sondern ein ganz normaler Teil der Afterregion. Denn die Medizin bezeichnet die Gefäßpolster unter der Analschleimhaut als Hämorrhoiden. Zusammen mit dem Schließmuskel sorgen Sie dafür, dass der After im Alltag geschlossen bleibt.

Wenn man aber davon spricht, dass man “Hämorrhoiden hat”, dann sind krankhafte Veränderungen dieser Gefäßpolster gemeint. Wenn Sie vergrößert sind oder abstehen, können sie sehr lästig und schmerzhaft werden.

Symptome

Ein Hämorrhoiden Leiden äußert sich in den meisten Fällen durch folgende Symptome:

  • Juckreiz im Afterbereich
  • ein brennendes Gefühl im After
  • Schmerzen im Afterbereich
  • Probleme beim Stuhlgang
  • Gefühl, den Darm entleeren zu müssen, ohne dass viel Kot herauskommt
  • Blut im Stuhl und/oder auf dem Toilettenpapier beim Abwischen
  • Hohe Feuchtigkeit im After (“anales Nässen”).

In vielen Fällen sind Hämorrhoiden eine chronische Krankheit bzw. können sich unbehandelt zu einer solchen entwickeln. Mediziner teilen das Leiden dabei in 4 Stadien ein:

  1. Erste Symptome, z.B. Blut, sind sichtbar, oftmals sind Hämorrhoiden in diesem Stadium noch schmerzlos
  2. Die Hämorrhoiden treten beim Toilettengang aus dem After heraus, ziehen sich aber von selber wieder zurück
  3. Hämorrhoiden treten beim Toilettengang oder beim Pressen aus dem After heraus und können nur mit Hilfe wieder zurückgesetzt werden
  4. Hämorrhoiden sind dauerhaft außerhalb der normalen Position und können auch nicht mehr zurückgesetzt werden.

Aber wie kommt es zu Hämorrhoiden?

Ursachen

Hämorrhoiden können viele Ursachen haben. Zu den häufigsten gehören dabei:

  • zu starkes Pressen beim Stuhlgang, wodurch die Gefäße belastet werden
  • Verstopfung bzw. harter Stuhl, der über längere Zeit hinweg regelmäßig viel Druck auf die Gefäße ausübt
  • Durchblutungsstörungen
  • Bewegungsarmut (z.B. viele sitzende Tätigkeiten)
  • Fettleibigkeit
  • Bindegewebsschwäche
  • Folgen einer Schwangerschaft.

Was kann man gegen Hämorrhoiden tun?

Beim Betrachten der häufigen Ursachen für Hämorrhoiden fällt auf, dass man viele Faktoren, die zu dem Leiden beitragen können, mit Umstellungen der Lebensweise beseitigen kann. Einige Beispiele:

  • Bewegen Sie sich viel. Regelmäßiger Sport kann, besonders, wenn man im Büro arbeitet, einen guten Ausgleich bringen, die Durchblutung und die Gefäßtätigkeiten anregen und so gegen Hämorrhoiden ankämpfen.
  • Stellen Sie Ihre Ernährung um. Viele Lebensmittel sind dafür bekannt, Verstopfungen zu fördern, beispielsweise Fleisch, Süßigkeiten, fettreiches Essen oder auch Bananen und Käse. Essen Sie stattdessen lieber viel anderes Obst und Gemüse, ernähren Sie sich bewusst. Versuchen Sie, Nikotin (schädigt die Durchblutung), Koffein und Alkohol zu meiden.
  • Nehmen Sie sich Zeit beim Toilettengang. Besonders hektisches Pressen sollte vermieden werden.
  • Versuchen Sie, Übergewicht abzubauen und Ihre Durchblutung zu fördern.

Noch mehr Tipps für eine natürlich Heilung lesen Sie hier…

 

Sollte man zum Arzt gehen?

Wenn man nur sehr selten unter Hämorrhoiden leidet und keine Schmerzen dabei verspürt, sind sie zunächst einmal eher ungefährlich. Dennoch lohnt sich bei jeder Auffälligkeit ein Gang zum Arzt.

Einerseits kann dieser Hinweise geben, wie Sie das Leiden langfristig reduzieren können. In fortgeschrittenen Fällen kann er auch eine medikamentöse oder sogar chirurgische Behandlung in Betracht ziehen. Andererseits kann nur ein Arzt eine seriöse Diagnose stellen.

Denn die Selbstdiagnose “Hämorrhoiden” trifft nicht immer zu. In manchen Fällen sind es auch andere Leiden mit ähnlichen Symptomen. So wird eine Analfissur oftmals fälschlicherweise als Hämorrhoiden wahrgenommen. Auch schwere Erkrankungen wie Darmtumore können unter Umständen ähnliche Begleiterscheinungen wie Hämorrhoiden haben. Deshalb ist es immer ratsam, um kompetenten medizinischen Rat zu bitten.

Doch wenn man Symptome von Hämorrhoiden verspürt, möchte man, dass das Leiden so schnell wie möglich gelindert wird. Dabei kann man auch zu Hause etwas gegen die gereizten Gefäße tun. Wir haben für Sie 15 Hausmittel zusammengestellt, die Sie bei Hämorrhoiden nutzen können.

 

15 Hausmittel gegen HämorrhoidenHämorrhoiden Hausmittel

  1. Ätherische Öle, z.B. Lavendel-, Teebaum- oder Nachtkerzenöl, helfen dabei, Schwellungen zu lindern, Schmerzen, Juckreiz und Entzündungen zu bekämpfen sowie die Blutgefäße zu verkleinern. Somit kann es gut gegen Hämorrhoiden eingesetzt werden, indem man etwas von dem Öl auf die schmerzenden Stellen gibt.
  2. Aloe Vera wirkt kühlend, entzündungshemmend und schmerzlindernd und kann deshalb bei Hämorrhoiden hilfreich sein. Nehmen Sie hierfür etwas Aloe Vera Gel und streichen Sie es auf die schmerzenden Stellen. Achten Sie dabei darauf, ein Gel zu verwenden, das keine Zusätze enthält und nicht parfümiert ist.
  3. Apfelessig ist ein vergleichsweise milder Obstessig, der gut gegen Hämorrhoide eingesetzt werden kann. Denn die Essigsäuren desinfizieren die entzündeten Stellen und lindern den Juckreiz. Um eine möglichst schonende Wirkung zu erreichen, empfiehlt es sich, den Apfelessig im Verhältnis 1:1 mit Wasser zu verdünnen. Anschließend können Sie ihn mit einem Wattebausch auf die schmerzenden Stellen geben. Eine weitere Möglichkeit ist ein Sitzbad mit Apfelessig, geben Sie hierfür einen halben Liter Apfelessig ins Badewasser und achten Sie darauf, dass er sich gut mit dem Badewasser vermischt. Um den Körpergeruch müssen Sie sich dabei keine Sorgen machen, da der Essigduft schnell wieder verfliegt.
  4. Eichenrinde enthält viele Gerbstoffe und hilft so insbesondere gegen Juckreiz in Verbindung mit Hämorrhoiden. Dabei ist besonders ein Sitzbad mit Eichenrinde empfehlenswert: Erhitzen Sie 500 Gramm Eichenrinde in einem Kochtopf mit etwa 5 Milliliter Wasser. Lassen Sie das Wasser dann ca. 20 Minuten lang ziehen und seihen Sie es dann ab. Anschließend geben Sie den Sud in das Badewasser. Vermischen Sie den Sud gut mit dem Wasser und baden Sie anschließend etwa 20 Minuten darin.
  5. Flohsamen sind sehr ballaststoffreich, seine Schalen werden deshalb gerne zur Damreinigung genutzt. Auch gegen Hämorrhoiden können Flohsamenschalen helfen, da sie den Stuhlgang anregen und Verstopfungen auflösen können. Nehmen Sie also entweder Flohsamenschalen oder Flohsamen Kapseln mit einem Glas Wasser zu sich. Auch anschließend müssen Sie viel trinken, damit die Samen aufquellen können und die Darmtätigkeit in Gang gesetzt wird.
  6. Honig ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern auch ein sehr bewährtes Hausmittel, und das nicht ohne Grund: Er hat unter anderem antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften und kann daher auch dabei helfen, Hämorrhoiden zu lindern. Speisehonig ist dafür aber nur bedingt geeignet, da er erhitzt wurde, besser ist es, kaltgeschleuderten medizinischen Honig, z.B. Manuka Honig, zu verwenden. Tragen Sie diesen vorsichtig auf die entzündeten Stellen auf.
  7. Ingwer kann gegen Hämorrhoiden eingesetzt werden, da er entzündungshemmende Eigenschaften hat. Genutzt werden kann er als Ingwertee, für den ein paar dünne Ingwerstreifen mit einer Tasse heißem Wasser aufgegossen und nach 5 bis 7 Minuten Ziehen abgeseiht werden. Lassen Sie den Tee etwas abkühlen, tauchen Sie dann ein sauberes Tuch oder einen Waschlappen in ihn und waschen Sie damit gründlich die schmerzende Afterregion. Auch einem Sitzbad kann geraspelter Ingwer hinzugegeben werden, der dann den Afterbereich beruhigen kann.
  8. Johanniskraut beruhigt nicht nur die Nerven, sondern hat auch antibakterielle, entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften. Besonders Johanniskrautöl kann gegen Hämorrhoiden helfen, indem man etwas davon auf die schmerzenden Stellen reibt.
  9. Kamille hat schmerzlindernde, desinfizierende, wundheilende und entzündungshemmende Eigenschaften, die gegen Hämorrhoiden helfen können. Einerseits ist es möglich, Kamillenöl auf die schmerzenden Stellen zu geben, aber auch Kamillentee kann helfen: Gießen Sie zwei Teelöffel Kamillenblüten mit einer Tasse heißem Wasser auf, lassen Sie den Tee 7 bis 10 Minuten lang ziehen und seihen Sie ihn dann ab. Anschließend lassen Sie ihn auf lauwarme Temperatur abkühlen und waschen dann den schmerzhaften Afterbereich gründlich mit einem sauberen Waschlappen, den Sie vorher in den Kamillentee getunkt haben. Alternativ können Sie auch einen Liter Kamillentee ins Badewasser geben und dann ein Vollbad nehmen.
  10. Knoblauch wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, gegen Hämorrhoiden kann dabei besonders ein Einlauf mit Knoblauch helfen. Hierfür führen Sie warmes Wasser mit einem Einlaufpumpe oder -spritze in den After ein. Dieses Wasser reichern Sie mit etwas gepresstem Knoblauch an, so dass die Hämorrhoiden direkt damit in Kontakt kommen.
  11. Löwenzahn enthält Tannine, pflanzliche Gerbstoffe, welche u.a. die Durchblutung unterstützen. Außerdem hat die Pflanze eine etwas abführende Wirkung, was den Stuhlgang stimuliert und somit die Ursachen für Hämorrhoiden beseitigen helfen kann. Ein Löwenzahntee (ein Teelöffel Löwenzahnblüten mit einer heißen Tasse Wasser aufgießen, 5 bis 7 Minuten lang ziehen lassen und dann abseihen) kann daher gleich auf zweifache Weise helfen: Einmal kann die Verdauung durch das regelmäßige Trinken einer Tasse Tee angeregt werden, andererseits kann es auch helfen, den lauwarmen Tee vorsichtig mit einem Waschlappen auf die schmerzenden Stellen zu geben.
  12. Olivenöl hat den Ruf, die Verdauung zu fördern, so dass man es auch gegen Hämorrhoiden einsetzen kann: Wenn Sie regelmäßig einen Esslöffel Olivenöl zu sich nehmen (z.B. zu jeder Mahlzeit), können Verstopfungen und damit eine der Ursachen für Hämorrhoiden beseitigt werden.
  13. Sauerkraut ist reich an Ballaststoffen und hilft so gegen Verstopfungen, die oft in Hämorrhoiden münden. Essen Sie also viel kalten Sauerkraut, der den Darm besonders gut anregt.
  14. Vaseline hilft dabei, die Aftergegend geschmeidig zu halten und kann sowohl als Vorbeugung als auch als Hausmittel genutzt werden, indem man regelmäßig den After damit einschmiert.
  15. Vollkornbrot enthält viele Ballaststoffe, wodurch der Stuhlgang erleichtert und Hämorrhoiden gelindert werden können. Essen Sie also zu und zwischen den Mahlzeiten viel Vollkornbrot und andere Vollkornnahrung und vergessen Sie dabei nicht, viel zu trinken. Denn nur so können die Ballaststoffe im Darm aufquellen und den Stuhlgang vereinfachen. Ohne Flüssigkeiten können sie sogar das Gegenteil bewirken und das Problem verstärken.

Hausmittel gegen Hämorrhoiden – Fazit

Hämorrhoide sind alles andere als angenehm. Neben Schmerzen spielt dabei auch die psychische Komponente eine Rolle, denn Hämorrhoide werden immer noch als Tabu wahrgenommen. Dafür gibt es aber eigentlich keinen Grund, denn die Ursachen für das Leiden sind meist überhaupt nicht peinlich. Deshalb sollte man zum Arzt gehen und eine kompetente Diagnose einfordern, damit sich das Leid nicht verschlimmert.

Zur Linderung der Schmerzen sowie zur Bekämpfung der vergrößerten oder ausstehenden Gefäße kann man allerdings auch viele Hausmittel nutzen, die bei vielen sehr gut gegen Hämorrhoiden wirken. Haben Sie auch mit Hämorrhoiden zu tun? Wie gehen Sie dagegen an? Wir würden uns freuen, wenn Sie uns einen Kommentar schreiben und so mit uns in Kontakt treten würden.

Hinweis: Die gesundheitlichen Tipps auf dieser Seite können nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Ziehen Sie bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Ihren Arzt zu Rate.

Es juckt, brennt oder blutet sogar im Afterbereich? Dann könnten Sie von Hämorrhoiden betroffen sein. Das sind die Anzeichen ✓ Das können Sie dagegen tun ✓

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Hi Ich bin Nick! Ich interessiere mich leidenschaftlich für alles, was mit gesunder Ernährung und einem gesunden Leben zu tun hat. Ich habe diese Webseite gestartet, um mein Wissen und meine Erfahrung mit meinen Lesern zu teilen und weil es mir unglaublich viel Spaß bereitet, anderen mit meinen Tipps zu einem besseren Leben zu verhelfen.

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