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Hausmittel

9 Hausmittel gegen Scheidenpilz

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Es juckt und brennt in Ihrer Vagina? Aus Ihrer Scheide kommt ein weiß-gelblicher Ausfluss? Keine Panik, Sie haben wahrscheinlich keine Geschlechtskrankheit, sondern leiden unter Scheidenpilz. Der unangenehme Pilzbefall ist eine der häufigsten Infektionen im Genitalbereich und kann jede Frau treffen. Aber was kann man dagegen tun? Glücklicherweise gibt es viele bewährte Hausmittel, die gegen Scheidenpilz helfen. Wir stellen Ihnen 9 davon vor und erklären Ihnen, wie Sie diese anwenden können.

Wie kommt es zu Scheidenpilz?

Auch wenn das Thema oft tabu ist: Scheidenpilz ist weder eine Geschlechtskrankheit noch entsteht die Infektion durch mangelnde Hygiene. Die Infektion, auch Vaginalpilz oder Vaginalmykose genannt, wird vielmehr durch natürlich im Körper vorkommende Pilze ausgelöst.

In den meisten Fällen heißt der Übeltäter „Candida albicans“. Dies ist der Name eines Hefepilzes, der natürlicherweise im Darm vorkommt und dort Kohlenhydrate, z.B. Zucker, abbaut. Von dort aus wandert er dann, oftmals unbemerkt beim Toilettengang, in Richtung Scheide.

Dort fühlt sich der Pilz wohl, denn idealerweise braucht er Temperaturen von ca. 37 Grad, um zu überleben. Normalerweise kann die Scheide den Pilz auch tolerieren. Besonders natürlich in der Vagina vorkommende Milchsäurebakterien sorgen dafür, dass die Pilze im Zaum gehalten werden. Doch wenn die Vaginalflora gestört ist, kann es passieren, dass sich der Pilz unkontrolliert ausbreitet.

Der Scheidenhaushalt kann aus verschiedenen Gründen nur eingeschränkt funktionieren. Ein Beispiel sind hormonelle Schwankungen. Deshalb sind besonders Frauen in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder auch bei Einnahme der Antibabypille von Scheidenpilz betroffen.

Ein weiterer Grund für Scheidenpilz ist ein geschwächtes Immunsystem. Besonders nach Erkrankungen wie Infekten haben die Abwehrkräfte keine Kraft mehr, um sich ausreichend um die Vagina zu kümmern. Auch dann haben die Pilze leichtes Spiel, sich stark auszubreiten. Übermäßiger Stress kann ebenfalls zu einem stärkeren Pilzbefall führen. Genauso haben einige Medikamente, z.B. Antibiotika, Nebenwirkungen, welche den Scheidenhaushalt stören können.

Aber auch andere Faktoren können zu Scheidenpilz führen. Oftmals liegt die Ursache in hygienischen Maßnahmen, denn zu viel Hygiene kann genau das Gegenteil bewirken, die Scheidenflora schädigen und deren Gleichgewicht aus der Bahn werfen.

Ein übermäßiger Pilzbefall in der Scheide bringt meist weitere unangenehme Folgen mit sich: Da sich die Vagina nicht wie gewohnt wehren kann, entstehen bakterielle Infektionen und Entzündungen des Scheidenbereiches. Schmerzhafte Symptome wie Juckreiz und Brennen sind dann die Folge.

Normalerweise stellt Scheidenpilz zwar keine akute gesundheitliche Gefahr dar. Er sollte aber dennoch schnell bekämpft werden. Denn nicht nur verursacht der Pilzbefall Jucken und Brennen, auch das Wasserlassen kann zu einer Qual werden. Ebenfalls führt der gestörte Scheidenhaushalt oft auch zu einer Trockenheit, was besonders den Geschlechtsverkehr erschwert.


Wie kann man Scheidenpilz vorbeugen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Scheidenpilz bereits im Vorfeld zu verhindern, z.B.:

  • Verwenden Sie Unterwäsche aus Naturfasern. Synthetische Unterwäsche stört die Luftzirkulation in der Scheide, wodurch sich der Scheidenpilz besser ausbreiten kann.
  • Versuchen Sie, Ihren Lebenswandel so stressfrei wie möglich zu gestalten. Viel Stress kann Ihr Immunsystem beeinträchtigen und den Pilzbefall begünstigen.
  • Waschen Sie den Scheidenbereich regelmäßig, aber maßvoll. Normalerweise reicht es vollkommen aus, die Vagina einmal täglich mit Wasser und etwas Seife zu reinigen. Sie sollten besonders auf parfümierte Hygienemittel wie Scheidenspülungen oder auch Intim-Deos verzichten.
  • Vermeiden Sie es, viele Kohlenhydrate wie z.B. Zucker zu sich zu nehmen. Candida-Pilze ernähren sich vorwiegend von Kohlenhydraten. Je weniger sie zu sich nehmen, desto geringer ist die Chance, dass die Pilze in Ihrem Vaginalbereich überleben können.
  • Achten Sie beim Toilettengang darauf, dass keine Pilze in Ihre Scheide gelangen können. Wischen Sie immer von vorne nach hinten, um einen Vaginalpilzbefall zu vermeiden.
  • Seien Sie vorsichtig beim Geschlechtsverkehr. Besonders bei einem schnellen Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr kann es dazu kommen, dass Pilze aus der Anal- in die Vaginalregion wandern.

Dennoch ist Scheidenpilz nicht immer zu vermeiden. Sollten Sie die Symptome verspüren, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Auch wenn es Sie vielleicht Überwindung kostet: Klären Sie Ihren Partner über Ihren Zustand auf. Obwohl Scheidenpilz keine Geschlechtskrankheit darstellt, ist es unter Umständen möglich, dass Ihr Partner beim Geschlechtsverkehr auch von Pilzen befallen werden kann.

Besonders unter der Eichel finden die Pilze nämlich gute Überlebensmöglichkeiten. Eine unbehandelter Befall des Partners kann nicht nur bei ihm zu ähnlichen Symptomen führen, er kann auch die Bekämpfung Ihres Scheidenpilzes in die Länge ziehen: Denn nach erfolgreicher Behandlung ist es dann durchaus möglich, dass beim Geschlechtsverkehr nochmals Pilze in Ihre Scheide gelangen. Ihr Partner sollte also ebenfalls Maßnahmen gegen Scheidenpilz ergreifen.

Anschließend sollten Sie damit beginnen, den Scheidenpilz zu bekämpfen. Da der Pilzbefall ein weit verbreitetes Problem darstellt, gibt es unzählige Hausmittel, die genutzt werden. Nicht alle sind dabei gleich wirksam, einige können bei falscher Anwendung sogar kontraproduktiv sein. Doch keine Sorge: Wir haben für Sie 9 Hausmittel gefunden, mit denen Sie Scheidenpilz schonend und effektiv bekämpfen können.

9 Hausmittel gegen ScheidenpilzApfelessig gegen Scheidenpilz

  1. Aloe Vera wirkt gegen Pilze und Bakterien, weswegen sich die Pflanze gut als Hausmittel gegen Scheidenpilz eignet. Außerdem hat Aloe-Vera-Gel eine kühlende Wirkung, weshalb es auch das Brennen und Jucken lindern kann. Tropfen Sie etwas Aloe-Vera-Gel auf einen Tampon und führen Sie diesen dann in Ihre Scheide. Lassen Sie den Tampon dort ca. 2 Stunden und wiederholen Sie die Anwendung über mehrere Tage hinweg ca. 3 Mal täglich.
  2. Apfelessig ist ein beliebtes Hausmittel gegen Scheidenpilz. Aber Vorsicht: Sie sollten keinen puren Essig in die Scheide geben, da die Essigsäuren sehr stark wirken und unter Umständen das schon geschädigte Scheideninnere schädigen kann. In stark verdünnter Form kann es jedoch erfolgsvorsprechend sein, den Essig gegen Scheidenpilz anzuwenden. Lassen Sie hierfür warmes Wasser in eine Badewanne und fügen Sie dem Wasser ca. 100 Milliliter Apfelessig hinzu. Mischen Sie den Essig gründlich ins Wasser, setzen Sie sich in die Wanne und nehmen Sie ca. 20 Minuten lang ein Bad.
  3. Cranberry, der englische und mittlerweile auch im Deutschen geläufige Name für die große Moosbeere, enthalten viele pflanzliche Gerbstoffe, die antibakteriell wirken und deshalb unter Umständen auch gegen Scheidenpilz helfen kann. Cranberry-Saft kann den Kampf gegen Scheidenpilz positiv unterstützen, um eine gute Wirkung zu erlangen, sollten Sie dieses Hausmittel aber mit einem anderen Mittel kombinieren. Gegen Scheidenpilz sollten Sie mindestens einmal täglich ein großes Glas (ca. 300 Milliliter) unverdünnten Cranberrysaft ohne Zuckerzusatz trinken.
  4. Honig ist ein natürliches Anti-Pilz-Mittel, denn Bienenvölker dulden keine Pilze in Ihren Behausungen, der Honig schützt sie dagegen. Gegen Scheidenpilz ist besonders hochwertiger medizinischer Honig, z.B. Manuka-Honig, empfehlenswert: Tauchen Sie hierfür einen Tampon in ein Glas Honig, lassen Sie den Honig gut abtropfen, führen Sie den Tampon anschließend in Ihre Scheide und lassen Sie ihn dort ca. 2-3 Stunden lang wirken. Sie sollten dies über den Zeitraum von mehreren Tagen ca. 3 Mal täglich wiederholen. Sehr bewährt hat sich auch die Mischung von Honig mit Joghurt.
  5. Joghurt enthält Milchsäurebakterien, die unter Umständen dabei helfen können, die Pilze zurückzutreiben und die befallene Scheide zu regenerieren. Zudem wirkt Joghurt kühlend und schmerzlindernd. Zur Anwendung gegen Scheidenpilz sollten Sie einen zuckerfreien, naturbelassenen Joghurt wählen. Tauchen Sie einen Tampon in den Joghurt, lassen Sie ihn etwas abtropfen und führen Sie ihn dann ca. 2-3 Stunden lang in Ihre Scheide ein. Wiederholen Sie dies über mehrere Tage ca. 3 Mal täglich. Es ist empfehlenswert, den Joghurt mit Honig (am besten medizinischen Honig wie Manuka-Honig) zu kombinieren.
  6. Knoblauch hat antibiotische und pilzbekämpfende Wirkung und ist daher ein beliebtes Hausmittel gegen Scheidenpilz. Dabei schwören viele darauf, eine Knoblauchzehe mit einem Bändchen zu versehen und dann in die Scheide einzuführen. Dies ist aber nicht unproblematisch, da Knoblauch die entzündete Scheide unter Umständen weiter reizen kann. Sollte sich nach der Anwendung also das Brennen weiter verstärken, ist es empfehlenswert, die Behandlung abzubrechen. Alternativ können Sie auch Knoblauchzehen essen oder knoblauchhaltige Speisen zu sich nehmen, um die pilzbekämpfende Wirkung innerlich auf sich wirken zu lassen.
  7. Kokosöl enthält viele gesättigte Fettsäuren, hauptsächlich Laurinsäure, welche Scheidenpilz abtöten können. Nehmen Sie hierzu ein wenig Kokosöl, lassen Sie es kurz in Ihren Händen schmelzen (Kokosöl wird erst ab ca. 25 Grad flüssig) und geben Sie es anschließend auf die Vulva und ins Scheideninnere.
  8. Kurkuma enthält den Wirkstoff Curcumin, welcher eine pilzbekämpfende Wirkung hat. Gegen Scheidenpilz ist es empfehlenswert, ein Kurkuma-Bad zu nehmen. Geben Sie 3 Esslöffel Kurkuma-Pulver in Ihr Badewasser, mischen Sie das Pulver gründlich ins Wasser und nehmen Sie anschließend ca. 20 Minuten lang ein Bad.
  9. Salbei ist ein altbewährtes Heilkraut, das in besonderen Maßen antibakteriell und pilzbekämpfend wirkt. Gegen Scheidenpilz ist ein Salbeibad zu empfehlen: Lassen Sie hierzu warmes Wasser in Ihre Badewanne und geben Sie 3 Esslöffel Salbei zum Badewasser hinzu. Mischen Sie den Salbei gut ins Wasser und nehmen Sie anschließend ca. 20 Minuten lang ein Bad. Sie sollten dies über mehrere Tage hinweg einmal täglich wiederholen.




Hausmittel gegen Scheidenpilz – Fazit

Es gibt keinen Grund dafür, dass einem Scheidenpilz peinlich sein sollte. Denn die Erkrankung wird meist von darmeigenen Bakterien verursacht und ist weit verbreitet, viele Frauen haben mindestens einmal in ihrem Leben damit zu tun. Trotzdem bleibt der Pilz unangenehm und schmerzhaft. Neben vorbeugenden Maßnahmen können auch viele Hausmittel dabei helfen, die Infektion schnell, schonend und effektiv zu bekämpfen, so dass Brennen, Jucken und Trockenheit verschwindet. Haben Sie schon einmal unter Scheidenpilz gelitten? Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen? Schreiben Sie uns doch einen Kommentar, so dass wir an Ihren Erfahrungen teilhaben können.

Hinweis: Die gesundheitlichen Tipps auf dieser Seite können nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Ziehen Sie bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Ihren Arzt zu Rate.

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