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Hausmittel gegen Schnupfen

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Hausmittel gegen Schnupfen sind sehr nachgefragt. Denn eigentlich kennt jeder die lästigen Symptome Meistens sind sie schon nach ein paar wenigen Tagen wieder verschwunden. Doch nicht nur im Winter bleibt die laufende Nase manchmal einfach hartnäckig. Es gibt jedoch viele einfache, aber sehr bewährte Mittelchen, die bei der Heilung helfen oder die Symptome sogar sofort lindern können. So bleiben Sie auch während den Krankheitstagen fit und können Ihren Alltag mit voller Energie bewältigen. Dieser Artikel beschreibt, welche Anwendungen einem Schnupfen vorbeugen und welche im Fall des Falles sofort helfen.

Was ist ein Schnupfen?

Der typische Schnupfen wird in der Fachsprache als Rhinitis bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Nasenschleimhaut, welche durch Viren ausgelöst wird. Diese dringen in die Nasenöffnungen ein und vermehren sich dort. Dieser “Angriff” aktiviert das Immunsystem, welche die typischen Abwehrreaktionen einleitet.

Die Symptome

Die wesentlichen Anzeichen für einen Schnupfen sind eine laufende und verstopfte Nase, Juckreiz der Nase und Augen, ständiges Niesen, ein Brennen der Schleimhäute sowie der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

Das sind die Reaktionen des Immunsystems, und diese sind bei der Bekämpfung und Ausleitung der Viren auch sehr wichtig. Doch dabei sollte zwischen einem echten Schnupfen und einer allergischer Reaktion unterschieden werden. Ersteres tritt meist im Rahmen einer Erkältung auf. Ist das der Fall, dann helfen die folgenden Hausmittel. Sollte der Schnupfen durch Pollen, Hausstaub oder Tierhaare (oder andere Allergien) ausgelöst werden, dann können Sie die folgenden Tipps nur teilweise anwenden. Besser ist es dann, die Symptome durch die Beseitigung der auslösenden Stoffe zu lindern. Dazu wird im besten Fall ein spezialisierter Fachberater für Allergien aufgesucht. Das kann zum Beispiel der Hals-, Nasen-, Ohrenarzt sein.

Lindern der Symptome immer sinnvoll?

Die Symptome dienen der Abwehr und Bekämpfung der auslösenden Viren. Deshalb sind diese ein wichtiges Instrument des Immunsystems. Eine Linderung der Symptome sollte nur durch die Unterstützung der Abwehrkräfte erfolgen. Dann kann die Heilung schnell und mit Erfolg erreicht werden.

Die Schleimhäute der Nase dienen der Entfernung von fremden Partikeln wie Bakterien und VIren. Dazu wird der bedeckende Schleim ständig in Richtung Rachen transportiert, dort verschluckt und der Fremdkörper damit vernichtet. Damit dies wirkungsvoll geschehen kann, muss der Schleim flüssig genug sein. Eine blockierte Nase wird durch zähen Schleim ausgelöst, welcher nicht mehr abtransportiert wird.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Sollte der Schnupfen bereits zwei Wochen oder länger andauern, dann sollte zur Vermeidung von Folgekrankheiten einen Arzt aufgesucht werden. Außerdem sollte auch ein Arzt aufgesucht werden, wenn der Schnupfen zusammen mit Fieber von mehr als 39,5°C auftritt oder er immer wieder auftritt. Die Entzündung der Schleimhäute kann sich durch das Lymphsystem auch auf andere Bereiche ausweiten. So kann die Infektion folgende Krankheiten auslösen:

  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Mittelohrentzündung
  • “Superinfektion” kann Herzmuskel schädigen
  • Entzündungen anderer Organe

Die besten Hausmittel gegen Schnupfen

Damit die Probleme schnellstmöglich der Vergangenheit angehören und die Symptome zur Unterstützung des Immunsystems gelindert werden, gibt es viele alte Hausmittel gegen Schnupfen.

Tipps zur Hygiene

  • Zum Nase putzen sollten ausschließlich Einmal-Taschentücher verwendet werden, die nach dem Gebrauch sofort wegzuwerfen sind, da die Viren bei mehrfacher Benutzung erneut in den Körper gelangen. Danach sollten die Hände gewaschen werden.
  • Ein Nieser sollte niemals mit der Handinnenfläche aufgefangen werden. Ansonsten sammeln sich dort die Erreger und werden überall verteilt. Besser ist es, die Armbeuge zu verwenden. Dabei auch mindestens einen Meter abstand zu anderen Menschen halten.
  • Bei der Verwendung von Nasenspray sollten alle Teile, die mit der Nase in Kontakt waren, abgewischt oder mit warmen Wasser gespült werden.
  • Der enge Kontakt mit anderen Menschen sollte während der Krankheitszeit vermieden werden.

Allgemeine Tipps

  • Meerwasser-Nasenspray: Natürliches Salzwasser wirkt antibakteriell und befeuchtet die Nasenschleimhäute. Alternativ kann die Nase auch mit Salzwasser gespült werden. Dazu entweder eine Nasendusche verwenden oder das Salzwasser ansaugen.
  • Viel Trinken: Um den Verlust von Flüssigkeit wieder auszugleichen, sollten Sie mehr trinken als sonst. Die Dämpfe und ätherischen Öle von heißem Kräutertee steigen in die Nase und erleichtern die Atmung. Das befeuchtet außerdem die Schleimhäute. Gut geeignet ist frischer Ingwertee. Zur Unterstützung können auch Ingwer-Kapseln verwendet werden.
  • Ätherische Öle: Öle wie Pfefferminzöl, Eukalyptusöl und Teebaumöl können in einer Duftlampe verdampft werden und helfen dabei, die Schleimhäute abschwellen zu lassen.
  • Raumluft befeuchten: Trockene Heizungsluft lässt auch die Schleimhäute austrocknen. Dabei stockt der Abtransport der Körperflüssigkeiten in der Nase. Deshalb sollte die Raumluft durch eine mit Wasser gefüllte Schale auf der Heizung oder durch kochendes Wasser auf dem Herd befeuchtet werden.
  • Kräuterbad: Ein Warmes Bad mit einer Wassertemperatur von nicht mehr als 39°C und etwas ätherischem Fichtennadelöl oder Menthol befreit die Nase. Außerdem wird der Stoffwechsel angeregt. Danach gut abtrocknen und sofort ins Bett.
  • Schlaf: Schlafen Sie am besten mit leicht erhöhtem Kopf. Dadurch wird die Atmung erleichtert. Auch Seitenschläfer können profitieren, denn durch die Schieflage des Kopfes bleibt stets ein Nasenloch frei.
  • Ruhe: Bei einem Schnupfen sollte kein Sport betrieben werden. Anstrengende Arbeiten sollten Sie besser auf die Zeit nach der Krankheit verschieben. Machen Sie stattdessen besser einer Spaziergang an der frischen Luft.

Hausmittel gegen Schnupfen zum Einnehmen

  • Ingwer: Ingwer wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, schmerzstillend und schleimlösend. Die Knolle kann entweder als Tee zubereitet getrunken werden oder aber in Speisen integriert werden. Besonders schonend gekochten Suppen mit Ingwer wirken sich positiv auf den Schnupfen aus.
  • Zitrone: Zitronen unterstützen das Immunsystem und den gesamten Körper mit einem hohen Gehalt an Vitamin C. Außerdem wird die Verdauung angeregt. Da hier ein Großteil der Abwehrkräfte sitzt, können diese effektiver arbeiten. Am besten wird der rohe Zitronensaft konsumiert. Auch ein warmes Zitronenwasser ist empfehlenswert, auf gar keinen Fall aber darf das Wasser dabei kochen. Ansonsten werden wertvolle Inhaltsstoffe zerstört. Nach der traditionellen chinesischen Medizin würde dies sogar schleimbildend wirken.
  • Honig: Honig wirkt wie ein natürliches Antibiotikum. Das Nahrungsmittel der Bienen besteht nämlich aus mehr als 180 Stoffen, wozu Enzyme und weitere sekundäre Pflanzenstoffe zählen. Zusätzlich wird dem Körper schnelle Energie in Form von Zucker geliefert. Dies ist gut verdaulich und regt zusätzlich die Verdauung an. Die Vitamine und Mineralstoffe unterstützen den Körper und sorgen für ein gut arbeitendes Immunsystem. Außerdem wird die Speichelproduktion angeregt, wodurch die Schleimhäute besser gegen Viren und Bakterien geschützt werden. Honig eignet sich perfekt in Kombination mit einem warmen Ingwertee oder einem Glas Zitronenwasser. Dabei sollte der Honig nie eine Temperatur von mehr als 40°C erreichen, da sonst Enzyme zerstört werden. Auch Säuglinge sollten das Naturprodukt nur mit Vorsicht verzehren.
  • Manuka-Honig: Bei Honig sollte immer auf eine hohe Qualität geachtet werden. Deshalb sollte dieser am besten von einen Imker vor Ort stammen, da nur so eine schonende Verarbeitung sichergestellt werden kann. Ebenfalls geeignet ist der neuseeländische Manuka-Honig. Dieser spezielle Honig wirkt stark antibakteriell und antibiotisch. Mehrere Studien beweisen die starke WIrkung gegen verschiedene Erkrankungen. Der enthaltene Stoff MGO (Methylglyoxal) zerstört die Zellwände von Bakterien und hemmt dessen Stoffwechsel. Deswegen eignet sich Manuka-Honig als tägliches Superfood, speziell aber im Falle einer Erkrankung. Der MGO Gehalt wird entweder nach der MGO Skala oder der UMF Skala angegeben. Für eine medizinische Wirkung sollte der MGO Gehalt mindestens 100 betragen, was umgerechnet einem UMF von etwa 5,6 oder höher entspricht.
  • Salz: Reines Natursalz ohne Zusatzstoffe kann nicht nur in einer Nasenspülung verwendet werden. Auch ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Salzsole (Wasser mit 25% Salz) am Morgen kann helfen. Das wirkt nicht nur antibakteriell, sondern regt auch die Verdauung an.
  • Chilli: Chilli sorgt für eine innere Wärme und fördert die Durchblutung der Schleimhäute. Dadurch kann sich der Schleim besser lösen und das Immunsystem kann Krankheitserreger besser abwehren.
  • Holunder und Honig: Holunderblütentee wirkt ebenfalls entzündungshemmend. In Kombination mit Honig ergibt sich ein leckeres Getränk, welches sich zusätzlich positiv auf das Immunsystem auswirkt. Damit können die Symptome eines Schnupfen effektiv gelindert werden.
  • Kokosöl: Kokosöl wirkt durch die enthaltene Laurinsäure antibakteriell. Deshalb kann während eines Schnupfens eine Spülung des Rachens mit einem Teelöffel Kokosöl wunder wirken und die Krankheitserreger entfernen. Auch innerlich kann Kokosöl den Darm auf natürliche Weise desinfizieren. Dazu beim Kochen einfach das Öl der Kokosnuss verwenden. Doch auch dabei nicht übertreiben. Große Mengen an isolierten Ölen und Fetten verlangsamen die Verdauung und belasten somit den Körper.
  • Knoblauch: Knoblauch wird in der russischen Volksmedizin gern als Heilmittel verwendet. Die antimikrobielle Wirkung des Allicins stärkt die Abwehrkräfte. Die Nährstoffe unterstützen den Körper. Die Menschen in Russland essen bei ersten Anzeichen eines Schnupfens rohen Knoblauch. Wem das nicht zusagt, der kann auch einen Knoblauchsirup kochen, indem sechs zerkleinerte Knoblauchzehen für mindestens fünf Stunden in einem Glas mit Honig eingelegt werden. Danach kann diese Mischung stündlich eingenommen werden. Dabei reicht schon ein kleiner Teelöffel.  
  • TCM: Die Traditionelle Chinesische Medizin empfiehlt bei einem Schnupfen die Vermeidung von jeglichen Milchprodukten. Stattdessen werden gut gekautes Getreide, Sauerkraut, Sesam, Koriander, Zimt und Zwiebel,- sowie Lauchgewächse empfohlen. Diese Lebensmittel helfen nicht nur bei einem bestehendem Schnupfen, sondern helfen auch bei der Vorbeugung.
  • Zwiebelsuppe: Auch die deutsche Volksheilkunde empfiehlt Zwiebeln als Heilmittel gegen Schnupfen. Dazu werden 2-3 große und geschnittene Zwiebeln einfach mit einem Löffel natürlichem Zucker (Vollrohrzucker o. ä.) in einem Topf mit einem Liter Wasser erhitzt, aber nicht gekocht. Danach müssen die Zwiebeln abgeseiht werden. Von dieser Mischung werden täglich zwei Gläser getrunken. Die Inhaltsstoffe sind bezogen auf die lindernde Wirkung ähnlich zum Knoblauch.

Hausmittel gegen Schnupfen: Fazit

Eine Erkältung mit Schnupfen ist sicherlich keine schöne Angelegenheit. Doch mit etwas Ruhe und den oben genannten Tipps können Sie die Zeit gut überstehen. Zusätzlich lassen sich leckere und effektive Getränke und Suppen zubereiten. Diese unterstützen den Körper mit Nährstoffen und sorgen für eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit. Die Zeit lässt sich wunderbar nutzen, um sich einmal wirklich zu entspannen. Hatten Sie schon einmal eine Erkältung und haben einen oder mehrere dieser Tipps angewendet? Was hat am besten geholfen?

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Hinweis: Die gesundheitlichen Tipps auf dieser Seite können nicht den Besuch beim Arzt ersetzen.  Ziehen Sie bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Ihren Arzt zu Rate.

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