Gesundheit

Magenbeschwerden, Müdigkeit und Co: Nebenwirkungen von Vitamin-D-Präparaten

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Vitamin-D NebenwirkungenViele Menschen greifen regelmäßig auf Vitamin-D-Präparate zurück – um ihre tägliche Ernährung zu ergänzen und Defizite auszugleichen. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen Ernährungen, benötigen die „Vitamine aus der Tube“ jedoch nicht. Im Gegenteil: Nahrungsergänzungsmittel, die dem Körper künstliches Vitamin D zuführen, können sogar Nebenwirkungen hervorrufen.

Schädliche Farbstoffe in einigen Produkten

Viele Vitamin-D-Präparate enthalten Farbstoffe, welche der Gesundheit schaden können. In einigen Produkten sind etwa die gelben Farbstoffe E104 und 110 vorhanden, welche allergische Reaktionen, Asthma, Stimmungsschwankungen und sogar Krebs begünstigen können. Die europäische Lebensmittelaufsichtsbehörde EFSA hat deshalb Höchstwerte eingeführt, die nicht überschritten werden dürfen. Die Richtlinien geben Werte von maximal 15 Mikrogramm für Erwachsene und 10 Mikrogramm für Kleinkinder im Alter zwischen sieben und elf Monaten an. Eltern, die ihren Kindern Vitamin-Präparate zuführen möchten, sollten dies zunächst mit dem Kinderarzt besprechen, um die Risiken zu minimieren.

Schon geringe Mengen können Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Deshalb sollte vor der Einnahme geprüft werden, ob das Etikett entsprechende Farbstoffe angibt. Da schädliche Stoffe manchmal unter anderen Begriffen versteckt werden, sollten unbekannte Stoffe genauer recherchiert werden. So vermeidet man Nebenwirkungen durch Farbstoffe, wie sie in vielen Vitamin-D-Präparaten vorkommen.

E 321: Antioxidantien in Vitamin-D-Tabletten

Auch E 321 oder Butylhydroxytoluol ist in vielen Präparaten enthalten. Der künstliche Stoff hemmt die oxidativen Vorgänge und sorgt dadurch für eine längere Haltbarkeit des Produkts. Ähnliche Effekte kann E 321 jedoch auch im menschlichen Körper hervorrufen. Dadurch wird beispielsweise die Leber angegriffen und das Immunsystem stark belastet.

Auch Leber und Nieren verarbeiten das künstliche Butylhydroxytoluol nur schlecht, wodurch sich eine Nierenschwäche oder eine Schädigung der Leber entwickeln kann. Eine extreme Überdosierung kann zu einem akuten Organversagen führen, da der Körper den Überschuss an Vitamin D nicht verarbeiten kann.

Die enthaltenen Antioxidantien in Vitamin-D-, C- und E-Präparaten können den Muskelaufbau hemmen. Sport ist dann weniger effektiv und kann zu langanhaltenden Erschöpfungszuständen führen. Bei Menschen mit Vorerkrankungen können sogar Kreislaufbeschwerden auftreten, wie eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. ergeben hat.

E 321 ist in vielen Vitamin-D-Präparaten enthalten. Die Lebensmittelaufsichtsbehörde verbietet den Stoff nur in großen Mengen, weshalb Verbraucher hier selbst genau hinschauen müssen. Ist E 321 enthalten, wird am besten ein anderes Produkt gewählt.

Schädliche Parabene in Nahrungsergänzungsmitteln

Parabene haben eine antibakterielle Wirkung. Sie machen Vitamin-Präparate haltbarer und verhindern, dass das Produkt verfällt. Im Körper können Parabene jedoch allergische Reaktionen hervorrufen. Forscher vermuten sogar einen direkten Zusammenhang zwischen Parabenen und Brustkrebs. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich der Verzicht auf entsprechende Produkte.

Problematisch ist das aufgrund einer Studie der Stiftung Warentest. Das Test-Magazin hat herausgefunden, dass Präparate – vor allem jene, die im Internet verkauft werden – in 8 von 10 Fällen die Empfehlungen deutlich überschreiten. Einzelne Präparate enthalten demnach sogar das 30- bis 40-fache der empfohlenen Vitamine.

Wann Vitamin-D-Präparate sinnvoll sein können

Vitamin-D-Präparate können jedoch auch sinnvoll sein – wenn eine Erkrankung vorliegt, die einen Mangel verursacht oder eine Person aus anderen Gründen zu wenig Vitamin D über die Nahrung aufnimmt. Die Einnahme sollte jedoch in jedem Fall zuvor mit einem Arzt besprochen werden.

Gefährlich ist für den Körper bereits die regelmäßige Zufuhr von mehr als 0,1 mg Vitamin D pro Tag. Wer diesen Wert über einen längeren Zeitraum überschreitet, riskiert Vergiftungserscheinungen und kann beispielsweise eine erhöhte Konzentration an Kalzium im Blut begünstigen.

Das Kalzium sammelt sich in der Folge in den Blutgefäßen und den Nieren an, wodurch im schlimmsten Fall die Nieren geschädigt werden. Dann drohen Krankheiten wie Nierensteine oder sogar ein Nierenversagen. Eine mögliche Folge ist ein sogenanntes hyperkalzämisches Koma, welches lebensbedrohlich ist.

Eine Überdosierung von Vitamin D hat also reale Folgen. Während das wertvolle Vitamin über die Ernährung kaum in zu großen Mengen aufgenommen werden kann, besteht bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ein echtes Risiko. Die Dosierung lässt sich nur schwer messen und der tatsächliche Gehalt an Vitamin D und anderen Stoffen kann stark von den Empfehlungen abweichen. Das hat eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. ergeben.

Vitamin-Präparate bei Magenbeschwerden

Vitamin-Präparate können beispielsweise bei Erkrankungen der Magenschleimhaut sinnvoll sein. Wenn der Magen nicht in der Lage ist, bestimmte D-Vitamine aufzunehmen, müssen diese über die Ernährung zugeführt werden. Dies gelingt, indem ausreichend Vitamin-Präparate aufgenommen werden. Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D sind in diesem Fall eine Notwendigkeit.

Betroffene können etwaige Nebenwirkungen reduzieren, indem sie vom Hausarzt empfohlene Präparate verwenden und sorgfältig auf etwaige Warnsignale achten. Vergiftungserscheinungen oder Magenschmerzen sind deutliche Warnzeichen, die es abzuklären gilt.

Nebenwirkungen bei Kindern und Säuglingen

Problematisch sind die Nebenwirkungen vor allem für Kinder und Säuglinge. Zwar benötigen Kinder in den ersten zwölf bis achtzehn Lebensmonaten besonders viel Vitamin D, dieses sollte jedoch über die tägliche Ernährung aufgenommen werden. Ergänzungsmittel können schwere Nebenwirkungen hervorrufen und sollten nur in Rücksprache mit dem Kinderarzt verabreicht werden, der die Wirkung überwachen kann. Gegebenenfalls wird auch ein Ernährungsberater hinzugezogen.

Studien weisen Nebenwirkungen nach

Die genaue Wirkung von Vitamin-D-Präparaten auf die Gesundheit ist unklar. Früher galten sie als echtes Heilmittel bei Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Beschwerden. Vor allem in den dunklen Herbst- und Wintermonaten, in denen der Körper über die Sonne nicht ausreichend Vitamin D erhält, wurde lange Zeit die Einnahme von Ergänzungsmitteln empfohlen.

Eine Studie zeigt, dass Vitamin D die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Typ-1-Diabetes reduzieren kann. Tabletten und Pillen erzielen diesen Effekt jedoch nur in einem geringen Umfang. Das zeigt eine Studie aus dem Jahr 2012. Die von der Institution „The Lancet“ veröffentlichten Ergebnisse schließen einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und der Entstehung von Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems gar vollständig aus. Dasselbe gilt für Krebs und Schlaganfall.

Vitamin-D-Präparate für Säuglinge – Nebenwirkungen, aber auch positive Effekte

Vitamin-D-Pillen können also verschiedene Nebenwirkungen hervorrufen. Die Präparate wirken sich jedoch auch positiv auf den Verlauf einiger Erkrankungen aus. So können entsprechende Mittel etwa Rachitis bei Säuglingen vorbeugen. Bei Erwachsenen ist eine kontrollierte Einnahme zur Vorbeugung von Nierenerkrankungen, Osteoporose und Knochenerweichung möglich. Voraussetzung dafür ist eine strenge Einhaltung der ärztlich verordneten Dosen. Vor allem hoch dosierte Präparate, die mehr als 100 Mikrogramm Vitamin D enthalten, können schädlich sein.

Kurzfristige Überdosierung: Nebenwirkungen von Vitamin-D-Präparaten

Eine kurzfristige Überdosierung von künstlichem Vitamin D kann akute Beschwerden hervorrufen. Zu den möglichen körperlichen Nebenwirkungen zählen Schwäche, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Auch der Magen-Darm-Trakt wird belastet – es kommt zu Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit.

Außerdem tritt ein starker Durst auf. Langfristig sind auch Herzrhythmusstörungen möglich. Mögliche seelische Auswirkungen können Gereiztheit und Verstimmungen aus. Bei schweren Überdosierungen kann es zu Verwirrungszuständen und Orientierungslosigkeit kommen.

Mögliche Nebenwirkungen von Vitamin-D-Präparaten noch einmal zusammengefasst

  • Erschöpfungszustände
  • Gereiztheit und Verstimmung
  • Leber- und Nierenbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen

Um etwaige Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte die Einnahme von Pillen, Tabletten und Co. unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Der Mediziner kann die Blutwerte überwachen und dadurch eine optimale Dosis ermitteln, bei der die positiven Effekte des D-Vitamins optimal zur Geltung kommen und etwaige Nebenwirkungen möglichst ausgeschlossen werden.

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