Ernährung

Wirkung & Nebenwirkungen von Ginseng erklärt

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Ginseng ist eine Pflanze, die schon seit Jahrtausenden im fernen Osten als Naturheilmittel verwendet wird. Vor allem die chinesische Medizin hat auf die Wirkung aus der Wurzel der Ginseng Pflanze gesetzt. Bis die Pflanze auch hier im europäischen Raum ankam, dauerte es bis ins 20te Jahrhundert. Jetzt ist sie allerdings auch hierzulande sehr beliebt und viele Menschen schätzen die Wirkweise und die vielfältigen Inhaltsstoffe.

In diesem Text sollen Sie mehr über die Ginseng Pflanze erfahren. Von der Wirkung und den positiven Effekten der Ginseng Wurzel bis hin zur richtigen Dosierung.

 

Allgemeines

Das Heilkraut Ginseng kommt ursprünglich aus dem nordöstlichen China, Korea und Sibirien und wächst vor allem in Wäldern und im Gebirge. Aufgrund der heilenden Wirkung wird Ginseng heutzutage auch in Europa angebaut.

Die Pflanze wird bis zu 80 cm hoch und blüht gelb-weißlich. Sie gehört zu der Familie die Efeugewächse und liebt deshalb den Schatten. Für die gesundheitlichen Anwendungen wird Ginseng benutzt, die sich oft sehr verzweigt und etwa 10 cm lang werden kann. Die Farbe der Wurzel ist ein helles Gelb bis Braun. In der Wurzel stecken viele Wirkstoffe, die sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirken.

 

Die Inhaltsstoffe

Sehr wichtige Stoffe, der in den Ginseng Wurzeln vorkommt sind die Ginsenoside. Sie kommen in ganz verschiedenen Arten in den Wurzeln vor. Bisher konnten etwa 25 verschiedene Ginsenoside gefunden werden, die zu den Triterpensaponine zählen. Sie wirken sich alle unterschiedlich auf das Gewebe und die Organe aus.

In den Ginseng Wurzeln sind aber auch ätherische Öle und verschiedene Zuckerverbindungen enthalten. Mineralstoffe und Aminosäuren sowie Vitamine und Spurenelemente machen Ginseng zu einem richtigen Wundermittel.

 

Roter und weißer Ginseng

Mit steigendem Alter der Wurzel, nimmt auch die Konzentration der Wirkstoffe zu, weshalb die Wurzeln nach etwa fünf bis sechs Jahren geerntet werden. Nach der Ernte gibt es zwei verschiedene Verfahren, wie die Wurzel behandelt wird. Die weiße Ginseng Wurzel wird einfach nur getrocknet, wodurch sich die ursprüngliche Farbe kaum ändert.

Der rote Ginseng wird mit Wasserdampf behandelt bevor er getrocknet wird und erhält so seine Farbe. Durch diese Behandlung werden jedoch auch wichtige Inhaltsstoffe zerstört. Dafür reift der rote Ginseng meistens länger und hat so eine höhere Konzentration.

Eine positive Wirkung haben sowohl der rote als auch der weiße Ginseng.

 

Die Wirkung von Ginseng

Infografik über die Wirkung von Ginseng

Die Ginseng Wurzeln wirken auf verschiedene Art und Weiße auf den Körper ein und unterstützen den Organismus. Die Ginsenoside sind dem Aufbau von Kortison ähnlich und bewirken die Ausschüttung von Stoffen, die das Nervensystem anregen. Dadurch steigert Ginseng die Aktivität des Nervensystems, was hat zur Folge, dass Sie konzentrierter und aufmerksamer sind.

Das Immunsystem wird durch die Ginsenoside ebenfalls angeregt, indem die Ginsenoside im Darm zu Stoffwechselprodukten umgewandelt werden. Sie sind dadurch weniger anfällig für Krankheiten, da Fremdkörper schneller erkannt werden und aggressiver bekämpft werden. Wenn das Immunsystem angeregt ist, sind Sie auch unempfindlicher gegenüber Stress und die Belastbarkeit wird erhöht.

Ginseng bekämpft auch aktiv freie Radikale in Ihrem Körper. Die freien Radikalen schädigen Zellen in Ihrem Körper und sorgen so auch für eine schnelle Alterung der Zellen und somit auch für eine schnelle Alterung von Ihnen. Um gegen die freien Radikalen vorzugehen benötigt der Körper Antioxidantien. Ginseng regt mit seiner Zusammensetzung die Bildung von Antioxidantien an und geht somit gegen eine schnelle Alterung vor.

Eine Besonderheit von Ginseng ist die adaptive Wirkungsweise. Die Ginseng Wurzel wirkt nur bedingt bei jedem Menschen gleich. Abseits der Haupteigenschaften passen sich die Wirkstoffe der Ginseng Wurzeln den Bedürfnissen der jeweiligen Person an. Je nachdem was Sie für ein Leiden haben, reagieren die Wirkstoffe auf das jeweilige Leiden. So kann Ginseng durch seine Zusammensetzung für einen hohen Blutdruck sorgen, aber andererseits auch den Blutdruck senken. Je nach Zustand des jeweiligen Körpers entfaltet die Ginseng Wurzel ein Mix, der sich auf Hormone, Enzyme und den Organismus auswirkt.

So wirkt die Ginseng Wurzel bei jeder Person anders und versucht ein Gleichgewicht im Körper herzustellen und unterstützt die Heilungsprozesse, die dafür nötig sind.

Auch im Sport kann Ginseng durchaus positiv wirken. Die Wurzeln der Ginseng Pflanze sorgen für eine bessere Aufnahme von Sauerstoff durch das Blut. Durch den erhöhten Sauerstoffanteil im Blut sind Sie leistungsfähiger und ihre Ausdauer steigt an. Aber auch die Muskeln können nach dem Verzehr von Ginseng besser arbeiten, da sie den Sauerstoff besser verwerten können.

Zudem gibt es auch Studien über die Wirkungen von Ginseng bei der Potenz.

Damit die Ginseng Wurzel sich auch wirklich stärkend auf ihren Körper auswirkt, ist die richtige Dosierung wichtig.

 

Dosierung Ginseng Wurzel für optimale Wirkung

Ginseng Wurzeln in einem Korb

Die Wirkstoffe der Wurzel werden inzwischen in ganz verschiedenen Variationen angeboten. Es gibt Sirups, Tees, er kann gebraten, gekocht und frittiert werden und findet auch Anwendung in Kosmetikprodukten.

Die extrahierten Wirkstoffe gibt es als Pulver, Tabletten, Dragees oder direkt als getrocknete Wurzel.

Das deutsche Arzneibuch empfiehlt 1-2 Gramm puren Ginseng am Tag. Das entspricht etwa 20-30 mg Ginsenoside, die Sie täglich zu sich nehmen sollten.

Bei Produkten, wie Ginseng Pulver oder Tabletten, sollten Sie darauf achten, dass angegeben wird, wie viele Ginsenoside enthalten sind. Nur so können Sie die Wirkstoffe genau dosieren.

Auch wenn das deutsche Arzneibuch eine Dosis von 1-2 Gramm puren Ginseng empfiehlt, kann die Dosis bei Bedarf auch erhöht werden. In China ist ein Verzehr von bis zu 8 Gramm der Ginseng Wurzel nicht unüblich.

 

Ginseng werden positive Einflüsse auf die Gesundheit aber auch Nebenwirkungen zugeschrieben

Ginseng zählt zu den Efeugewächsen und stammt ursprünglich aus den Gebirgsregionen Nordkoreas. Mittlerweile wird Ginseng in unterschiedlichen Arten im Nordosten Chinas, Südkorea, Japan sowie in Amerika und im südöstlichen Sibirien angebaut. Die krautigen Pflanzen wachsen überwiegend in Hanglagen und verfügen über große, grüne Blätter und rote Steinfrüchte. Ginseng ist mit spindelförmigen oder zylindrischen Wurzeln ausgestattet.

Die Ernte erfolgt bei vier- bis siebenjährigen Pflanzen. Die weißen Ginseng-Wurzeln werden unter Beibehaltung ihrer natürlichen Farbe getrocknet. Die roten Ginseng-Wurzeln erhalten ihre Farbe durch eine Behandlung mit Wasserdampf vor dem Trocknungsprozess. Zu den Inhaltsstoffen der Wurzeln zählen:

  • Ginsenoside aus der äußeren Wurzelrinde
  • Vitamine aus der B-Gruppe sowie Vitamin C
  • Die Mineralstoffe Zink, Selen, Chrom und Eisen sowie Kalzium, Magnesium, Chrom und Phosphor
  • Aminosäuren
  • Ätherische Öle

 

Der Wirkstoffkombination wird eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Eigenschaften zugeschrieben. Ginseng soll das Immunsystem sowie das Abnehmen unterstützen und gegen Krebs vorbeugen. Ebenso sollen die Wurzelstoffe über eine blutdrucksenkende, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung verfügen. Ginseng wirkt angeblich auch gegen Müdigkeit, Heuschnupfen und Asthma. Außerdem sollen die Inhaltsstoffe die Konzentrations- und Gedächtnisleistung fördern. Ginseng-Präparate sind in unterschiedlichster Form auf dem internationalen Markt erhältlich.

Sie stehen als Kapseln, Granulat und Tee-Extrakt sowie Pulver zur Verfügung. Neben den Chancen zur gesundheitlichen Nutzung sowie zur Leistungssteigerung und Vitalisierung gibt es jedoch auch andere Hinweise. Danach kann die Einnahme von Ginseng insbesondere in höherer Dosierung angeblich zu Nebenwirkungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

 

Mögliche Nebenwirkungen

Es ist festzustellen, dass sowohl bezogen auf die positiven Auswirkungen von Ginseng als auch auf die möglichen Risiken vielfach der wissenschaftliche Nachweis fehlt. Oftmals handelt es sich um Angaben von Produktherstellern. Gemäß einigen Packungshinweisen kann die Einnahme von Ginseng in sehr seltenen Fällen Schlafstörungen verursachen. Außerdem kann die Einnahme von Ginseng Magen-Darm-Beschwerden, Bluthochdruck oder vaginale Blutungen bewirken. Daher ist insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder Arteriosklerose Vorsicht geboten.

Da Ginseng zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen kann, sollten Diabetiker vor der Einnahme von Ginseng-Präparaten einen Arzt befragen.

Ebenso sind bestimmte Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen und daher möglich. Ginseng kann die Blutgerinnung beeinträchtigen, daher können Blutgerinnungsmitteln der Cumarin-Version in ihrer Wirkung abgeschwächt werden. Aufgrund der vielfältigen Wirkungen von Ginseng ist bei der Einnahme von Medikamenten zur Behandlung chronischer Erkrankungen die Dosierung zu überdenken.

Während der Einnahme von Ginseng sollte auf den Konsum von stärkeren koffeinhaltigen Getränken verzichtet werden. Kombiniert mit Ginseng kann die Wirkung von Koffein erheblich verstärkt werden und es kann sich sehr schnell ein hoher Blutdruck entwickeln. Ebenfalls kann sich im Zusammenwirken mit Ginseng die Wirkung von Kortison-Präparaten verstärken.

 

Hinweise aus Forschungsstudien, Erfahrungsberichten und Tests zur Einnahme von Ginseng

In mehreren Studien zu Ginseng wurden in seltenen Fällen bei hohen Dosierungen und längerer Anwendung Schlaflosigkeit, Durchfälle und Nervosität sowie Hypertonie (Bluthochdruck) festgestellt.

Im Jahr 2013 wurde bei meinem Test in den USA insgesamt 21 Ginseng-Produkte untersucht. Ein Produkt war darunter mit Blei kontaminiert und drei Produkte enthielten deutlich weniger Anteile an Ginsenosiden als angegeben. Da in den USA andere Zulassungsverfahren bestehen, sollten sicherheitshalber deutsche Produkte bevorzugt werden.

Vorsicht ist auch bei chinesischen Produkten geboten. Dort werden in großem Umfang Pestizide eingesetzt, die gesundheitlich gefährlich werden könnten. In Erfahrungsberichten wurde mitgeteilt, dass bei zu hoher Dosierung von Ginseng Kopfschmerzen entstehen können. Außerdem ergaben zahlreiche Erfahrungshinweise, dass es bei einer abendlichen Einnahme von Ginseng durch die aufputschende Wirkung zu Schlafstörungen kommen könne

Bei der Einnahme von Diabetesmedikamenten und Ginseng sind angeblich nachteilige Wechselwirklungen beobachtet worden. Laut Stiftung Warentest können Ginseng-Toniken Alkohol enthalten.

Negative Wechselwirkungen können ebenfalls bei einer gleichzeitigen Einnahme von Ginseng mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln aber auch Schmerzmitteln sowie Psychopharmaka auftreten. Ebenso kann bei einer gleichzeitigen Einnahme die Wirkung von Östrogenen beeinträchtigt werden.

Hier ist noch ein interessanter Artikel, der darüber berichtet, ob Ginseng einen Einfluss auf die Potenz hat.

 

Fazit

Die chinesische Medizin nutzt die Wunderwurzel schon seit tausenden von Jahren und profitiert von den vielfältigen positiven Wirkungen der Wurzel. Auch wenn es im europäischen Raum noch nicht den Erfahrungsschatz über die Ginseng Wurzel gibt, sind inzwischen viele Eigenschaften wissenschaftlich belegt und nachgewiesen.

Die adaptive Wirkungsweise macht die Ginseng Wurzel zu einer wahren Wunderwaffe gegen viele Beschwerden wie Bluthochdruck oder niedrigem Blutdruck. Die Wirkstoffe des Ginsengs sind darauf ausgelegt, für ein harmonisches Gleichgewicht im Körper zu sorgen. Aber auch beim Sport, für das Immunsystem und das Nervensystem wirken die Stoffe unterstützend. Deshalb sollten Sie täglich eine kleine Menge Ginseng zu sich nehmen und von der vielfältigen Wirkungsweise profitieren.

Quellen:

https://www.ginseng-wirkung.de/wp-content/uploads/2017/12/ginseng.pdf

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/stil-leben/kuechenzauber-82208

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42622631.html

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