Gesundheit

Heilkräfte der Natur: Pflanzliche Antibiotika

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Wenn man unter einer schweren Erkältung oder Blasenentzündung leidet, wird jeder Moment zur anstrengenden Qual. Die meisten Patienten suchen aus Unsicherheit und Erschöpfung schnell einen Arzt auf und lassen sich Antibiotika verschreiben. Aber Vorsicht: Das einstige „Wundermittel“ hat viele Nachteile für den Darm und verliert wegen der häufigen Verwendung zunehmend an Wirkung. Pflanzliche Antibiotika aus Kräutern, Honig und Gewürzen sind darum immer beliebter. Welche natürlichen Antibiotika Sie wofür verwenden können, können Sie hier nachlesen.

Die Grenzen der klassischen Antibiotika

Klassische Antibiotika wirken stark und intensiv gegen bakterielle Infektionen und haben die Medizin seit ihrer Entdeckung deutlich verändert. Erkrankungen wie Lungenentzündung, Mandelentzündung oder Blutvergiftung können mit guter Prognose wirksam behandelt werden. Leider hat der übermäßige Einsatz dafür gesorgt, dass sich resistente Krankheitserreger gebildet haben, welche immun gegen herkömmliche Antibiotika sind.

Irgendwann werden auch leichte Entzündungen und Infektionen schon lebensgefährlich werden, da sie nicht mehr umfassend von den bisherigen Antibiotika behandelt werden können. Eine alternative und ebenso wirksame Therapie ist dringend notwendig. Hier rücken natürliche Antibiotika aus Kräutern, Ölen und Gewürzen immer mehr in den Fokus der wissenschaftlichen Forschung.

So wirken natürliche Antibiotika

Herkömmliche Antibiotika töten die Bakterien mit gezielten Mechanismen ab, auf welche sich die Erreger nach und nach einstellen können. Es entstehen resistente Bakterienstämme. Im Gegensatz dazu schützen sich Pflanzen mit Hilfe verschiedener Abwehrstoffe aus ätherischen Ölen, Gerbstoffen, Bitterstoffen oder Flavonoiden. Die Keime können die Abwehrkräfte nicht besiegen und aufgrund der vielseitigen Schutzmechanismen keine Immunität aufbauen.[1]

Die Abwehrmechanismen sind dabei sehr unterschiedlich. Das Extrakt der Kapland-Pelargonie (Umckaloabo) überzieht die Schleimhäute beispielsweise mit einem Schutzfilm, der Bakterien daran hindert, sich festzusetzen. Senföle, die in Kapuzinerkresse und Meerrettich vorkommen, besitzen eine starke keimhemmende Wirkung und können bei vielen entzündlichen Erkrankungen wie Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündung eingesetzt werden.

Obwohl natürliche Antibiotika bei sehr vielen Infekten helfen können, sollten Sie im Ernstfall nicht auf einen Arztbesuch verzichten. Bei einer sehr schweren Erkältung sollten Sie immer einen Arzt um Rat fragen, um Folgeerkrankungen wie eine Lungenentzündung zu vermeiden.

Auch einige eher unkomplizierte Infekte sollten lieber nicht mit Hausmitteln behandelt werden. Ein Gerstenkorn beispielsweise heilt meist nach ein paar Tagen oder Wochen wieder von selbst aus. Wenn Sie aber ätherische Öle auftragen oder sogar an der Augenschwellung herumdrücken, kann das Gerstenkorn sich vergrößern und das Auge angreifen. In diesem Fall sollten Sie lieber sich ärztlich untersuchen lassen, um das schlimmste zu vermeiden.

Diese pflanzlichen Antibiotika gibt es

Die Wirksamkeit der pflanzlichen Antibiotika rückt gerade erst ins Augenmerk der medizinischen Forschung. In den Apotheken gibt es immer mehr Präparate auf natürlicher Basis zu kaufen. Doch welche Pflanze hilft gegen welche Erkrankung? Hier finden Sie einige Pflanzen und ihre Wirkungsgebiete.

  • Kapuzinerkresse als Tinktur oder Dragees: Atemwegsinfekte wie Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung, grippaler Infekt, Harnwegsinfekt
  • Knoblauch und Zwiebel als Halswickel oder Saft: Kann das Wachstum von Bakterien hemmen, das Immunsystem stärken und bei Halsentzündungen helfen
  • Honig: Kann bei Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüren und Infektionen mit dem Keim Heliobacter pilori eingesetzt werden
  • Propolis als Tinktur: Aufbau des Immunsystems, Erkrankungen im Mund- und Rachenbereich, Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Schnitt- und Schürfwunden sowie Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen wie Nebenhöhlenentzündungen
  • Thymian als Auszug, Tee oder zum Inhalieren: Bei Atemwegsinfektionen
  • Frischer Ingwer als Tee oder pur gegessen: Regt Immunsystem und Kreislauf an
  • Meerrettich: Hemmt das Wachstum von Viren, Bakterien und Pilzen, kann bei Atemwegs- und Blaseninfektionen helfen

Die natürlichen Hilfsmittel können schon bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung eingenommen werden. Ein Tee oder eine gesunde Suppe mit den obigen zutaten schenkt Kraft und kann beschwerdelindernd wirken.

Quellen

1 Melanie Wenzel: Pfalnzliche Antibiotika: Die Medizin der Zukunft?

URL: https://www.focus.de/gesundheit/experten/melanie_wenzel/pflanzliche-antibiotika-das-ist-die-medizin-der-zukunft_id_4656478.html (08.08.2018)

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