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So kann man Apfelessig selber machen

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Apfelessig ist nahrhaft und kann viele gesundheitsfördernde Effekte haben. Egal, ob zum Abnehmen, für Haut und Haare oder als Hausmittel, viele schwören auf die positiven Wirkungen des vergleichsweise milden Obstessigs. Wer allerdings viel davon braucht, wird schnell merken, dass Apfelessig längerfristig etwas teuer sein kann. Doch keine Sorge: Man kann Apfelessig auch selber herstellen. Wir erklären Ihnen, auf welche  Weisen man den Essig ganz einfach selber machen kann.

 

Vorteile von selbstgemachtem Apfelessig

Apfelessig selber zu machen ist eigentlich nicht schwierig und hat einige Vorteile gegenüber gekauftem Essig:

  • Der Kostenvorteil: Für eine optimale Wirkung wird meist naturtrüber Bio-Apfelessig empfohlen. Doch dieser hat seinen Preis, Essig von hoher Qualität ist nicht gerade billig. Wer Apfelessig regelmäßig verdünnt trinkt und es darüber hinaus auch für seine Haut nutzt, wird schnell bemerken, dass eine Flasche nicht übermäßig lange hält. Selbstgemachter Apfelessig kostet vergleichsweise wenig und man kann so viel Geld sparen.
  • Der Bio-Vorteil: Wer Apfelessig kauft, muss den Herstellerangaben Glauben schenken, da man die Herkunft des Essigs eigentlich nicht selber nachvollziehen kann. Wenn man sich selber Apfelessig macht, kann man sich sicher sein, dass nur das enthalten ist, was man selber ausgesucht hat.
  • Der Wohlfühl-Vorteil: Egal, ob Essen oder Essig – Selbstgemachtes schmeckt immer noch am besten. Wenn Sie Apfelessig aus eigener Produktion nutzen, schmeckt er gleich viel besser.

Doch wie kann man Apfelessig selber herstellen?

 

3 Möglichkeiten, um Apfelessig selber zu machenApfelessig aus Äpfeln selber machen

Für die Herstellung von Apfelessig braucht man nur wenige Zutaten, in vielen Fällen reicht ein Glas und ein Apfel-Produkt aus, um sich seinen eigenen Essig zuzubereiten. Das einzige, was man zusätzlich in großen Mengen braucht, ist Geduld. Denn es kann mehrere Monate dauern, bis der Essig so gegärt ist, dass man ihn nutzen kann.

Dabei gibt es im Grunde drei Möglichkeiten, Apfelessig selber herzustellen: Man kann ihn aus Äpfeln gewinnen, Apfelsaft für die Essigproduktion nutzen oder auch Apfelwein als Basis für seinen selbst gemachten Apfelessig verwenden.

 

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1. Apfelessig aus Äpfeln selber machen

Sehr beliebt ist es, Apfelessig aus Äpfeln zu machen. Dabei müssen es keine frisch gekauften Äpfel sein, auch wenn Sie Apfelkuchen gemacht haben und Obstreste übrig geblieben sind, können Sie diese verwenden. Es ist dabei nicht nötig, die Äpfel vorher zu entkernen, Sie können alle Teile nutzen. Um eine hohe und unbelastete Qualität des Essigs zu gewährleisten, ist es empfehlenswert, Äpfel aus kontrolliert biologischem Anbau zu verwenden, ideal sind natürlich selbst angebaute Äpfel.

Sie brauchen hierfür:

  • 2 Kilogramm ganze Äpfel
  • ca. 4 Esslöffel Zucker
  • Große Gefäße, idealerweise Einmachgläser und
  • sehr saubere Küchentücher.

Dabei können Sie die Menge proportional variieren. Wenn Sie z.B. in Ihrem Garten gerade Äpfel geerntet haben, können Sie auch 20 Kilogramm Äpfel und 40 Esslöffel Zucker verwenden. Der Zucker ist nicht unbedingt notwendig, verkürzt die Gärungszeit aber beträchtlich. Um Apfelessig aus Äpfeln zu machen, müssen Sie dann folgende Schritte befolgen:

  1. Vergewissern Sie sich, dass das Gefäß gut abgewaschen ist, um sicherzustellen, dass es keimfrei ist. Wenn der Behälter schmutzig ist, kann es passieren, dass die Äpfel beginnen, zu schimmeln, weswegen Sie das Gefäß vorher desinfizieren sollten.
  2. Schneiden Sie die Äpfel in kleine Stücke und geben Sie diese dann in das Gefäß.
  3. Geben Sie den Zucker hinzu und vermischen Sie ihn mit den Äpfeln. Der Zucker fördert die Gärung der Äpfel. Bedecken Sie das Gefäß dann mit einem sauberen Tuch. So ist der Behälter vor schädlichen Keimen geschützt, während die für die Gärung wichtige Luftzirkulation weiter sichergestellt ist.
  4. Stellen Sie den Behälter an einen vergleichsweise warmen, schattigen Ort. Die Temperatur sollte konstant sein, in kälteren Jahreszeiten empfiehlt es sich daher, die Heizung anzuschalten.
  5. Warten Sie 10 bis 14 Tage und rühren Sie die Äpfel in diesem Zeitraum regelmäßig um bzw. bewegen Sie den Behälter ein wenig. So können Sie noch besser verhindern, dass die Äpfel beginnen, zu schimmeln.
  6. Wenn die Äpfel einen dezenten Essiggeruch haben und in einer flüssigen Masse nach unten gesunken sind, bedeutet dies, dass die Essigmasse zur feinen Gärung bereit ist. Jetzt ist es Zeit, die Essigflüssigkeit durch ein sehr sauberes Küchentuch in einen anderen sauberen Behälter zu geben. Dieser wird dann wiederum mit einem Tuch abgedeckt.
  7. Nun heißt es wiederum warten: Normalerweise dauert die Feingärungszeit 4 bis 6 Wochen. Überprüfen Sie in dieser Zeit regelmäßig den Fortschritt Ihres Essigs. Nach diesem Zeitraum sollte Ihr Apfelessig einen ausgeprägten Essiggeruch und eine naturtrübe Konsistenz aufweisen. Jetzt können Sie den selbstgemachten Apfelessig mit einem Sieb in Flaschen füllen. Normalerweise hat derartig hergestellter Essig etwas schlierige Fäden. Dies ist kein Grund zur Sorge, hierbei handelt es sich um die sogenannte Essigmutter, die ohne Probleme mitverzehrt oder als Basis für aus Apfelwein gewonnenen Apfelessig (siehe unten) genutzt werden kann.
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2. Apfelessig aus Apfelsaft gewinnen

Eine weitere Möglichkeit, Apfelessig herzustellen, ist es, naturtrüben Apfelsaft zu nutzen. Der Vorteil dieser Methode: Eigentlich müssen Sie kaum etwas tun. Der Nachteil: Die Gärung dauert sehr lange.

Hierfür brauchen Sie:

  • naturtrüben Apfelsaft
  • zwei saubere Gefäße und
  • sehr saubere Küchentücher.

Aus Apfelsaft können Sie dann in 3 Schritten Apfelessig machen:

  1. Geben Sie den Apfelsaft in das Gefäß und decken Sie dieses mit dem Tuch ab.
  2. Suchen Sie einen schattigen Ort zum Gären. Warten Sie nun 10 bis 12 Monate, bis der Saft gut vergoren ist und einen starken Essiggeruch hat.
  3. Nun ist der Apfelessig – inklusive Essigmutter – fertig und Sie können ihn in Flaschen abfüllen.

 

3. Apfelessig aus Apfelwein herstellen

Sie können Apfelessig auch aus Apfelwein herstellen. Besonders nicht mehr trinkbarer Wein ist dazu geeignet. Dabei müssen Sie sich keine Sorgen um den Alkoholgehalt machen: Jeder Apfelessig hat bei der Herstellung eine alkoholhaltige Phase, der fertige Essig ist davon nicht betroffen. Zwar hat Apfelessig wie auch Apfelsaft einen sehr geringen Alkoholgehalt, der aber vernachlässigt werden kann: Wenn Sie Apfelsaft vertragen, können Sie auch verdünnten Apfelessig trinken.

Für diese Art der Herstellung benötigen Sie eine so genannte Essigmutter. Dies sind die Essigbakterien, die dafür verantwortlich sind, dass Apfelwein zu Essig gärt, erkennbar sind sie als schlieriger Fadenfilm. Sie ähnelt im Aufbau und in ihrer Funktion dem SCOBY von Kombucha. Sie können eine Essigmutter auf verschiedene Weisen gewinnen oder erwerben:

  • Als fertige Essigmutter, die von verschiedenen Anbietern verkauft wird
  • als Bestandteil von vielen organischen Apfelessigen, die käuflich erworben werden können (achten Sie dabei darauf, einen Essig zu kaufen, der “mit der Essigmutter” versehen ist)
  • als Nebenprodukt von bereits hergestelltem Apfelessig.
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Für Apfelessig aus Apfelwein brauchen Sie somit:

  • 1 Liter Apfelwein
  • 100 Milliliter Essigmutter
  • 1 sauberes, flaschenartiges Gefäß
  • etwas Watte
  • 1 sehr sauberes Küchentuch.

Der Herstellungsprozess läuft dann wie folgt ab:

  1. Geben Sie Apfelwein und Essigmutter in das Gefäß und schließen Sie den Hals mit der Watte ab. So ist der Wein verschlossen, erhält aber dennoch genug Luft, damit die Bakterien arbeiten können. Stellen Sie den Behälter idealerweise an einen schattigen, aber dennoch warmen Ort, da Essigbakterien Wärme benötigen, um lebhaft zu agieren.
  2. Warten Sie 10 bis 14 Tage, bis der Wein einen leichten Essiggeruch hat.
  3. Geben Sie den Wein nun durch ein sehr sauberes Tuch in einen zweiten Behälter und lassen Sie ihn ca. anderthalb bis 2 Monate lang weiter gären.
  4. Füllen Sie den Essig in Flaschen ab, sie können ihn jetzt nutzen.

 

Keine Lust...
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Apfelessig selber machen – Fazit

Sie sehen also: Es ist ganz einfach, selber Apfelessig von hoher Qualität herzustellen. Neben Äpfeln bzw. Apfelsaft oder Apfelwein brauchen Sie dafür nur einige Gegenstände, die in eigentlich jedem Haushalt vorhanden sind und unter Umständen eine Essigmutter. Wenn Sie dazu noch etwas Geduld mitbringen, können Sie sich schon nach wenigen Wochen bis Monaten als Essigproduzent bezeichnen und die positiven Auswirkungen von hausgemachtem Apfelessig genießen. Allerdings ist Apfelessig auch gar nicht so teuer und kann zur Not auch einfach gekauft werden. In diesem Beitrag stellen wir die besten und günstigsten Apfelessige vor.

Sind Sie schon unter die Apfelessig-Hersteller gegangen? Welche Methode bevorzugen Sie? Haben Sie vielleicht noch zusätzliche Tipps aus der Praxis, wie man den Essig noch besser herstellt? Dann schreiben Sie uns doch einen Kommentar – wir würden uns sehr freuen.

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1 Comment

  1. Maria

    September 14, 2018 at 11:27 pm

    Ich habe schon andere Rezepte zur Herstellung von Essig aus Äpfeln gelesen, doch überall kommt Wasser mit hinein, so dass die Äpfel bedeckt sind. Geht das auch ohne, oder wurde es hier vergessen zu erwähnen?

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