Ernährung

Ingwer: Die wichtigsten Nebenwirkungen des Knollengewächses

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Ingwer Nebenwirkung

Ingwer fördert die Verdauung und senkt den Blutdruck. Die gesunde Knolle kann jedoch auch ein paar Nebenwirkungen hervorrufen. Wer zu viel Ingwer verzehrt, überreizt den Magen und riskiert Sodbrennen. Auch Juckreiz und Rötungen zählen zu den möglichen Nachteilen der Knollenpflanze.

Ingwer kann zu Magenschmerzen führen

Ingwer kann Magenprobleme hervorrufen und beispielsweise Sodbrennen verursachen. Die Schärfe der Pflanze reizt den Magen und ruft dadurch mitunter auch Bauchschmerzen und Durchfall hervor. Zudem kurbelt Ingwer die Produktion von Magensäure an, wodurch es nicht nur zu schmerzhaftem Sodbrennen, sondern auch zu Blähungen und anderen Beschwerden des Magen-Darm-Traktes kommen kann.

Auf der sicheren Seite ist, wer das Knollengewächs zuvor kocht oder mildes Ingwerpulver verwendet. Dann kann Ingwer Sodbrennen und Co. sogar vorbeugen, denn der leicht anregende Effekt reguliert verschiedene Prozesse im Körper, darunter die Produkt von Magen- und Gallensaft.

Ingwer verdünnt das Blut

Ingwer hat eine blutverdünnende Wirkung. Wie eine australische Studie aus dem Jahr 2003 zeigt, haben die Ingwerstoffe einen stärkeren Effekt auf die Dicke des Bluts als Aspirin. Das Buch „The Ginger Book“ beschreibt im Detail, wie die Pflanze das Blut verdünnt und dadurch nicht nur unerwünschte Nebenwirkungen auslösen, sondern auch positive Effekte hervorrufen kann, wie zum Beispiel die Entstehung von Blutklümpchen in den Venen und Arterien.(1)

Ingwer sollte nicht konsumiert werden, wenn gleichzeitig blutverdünnende Medikamente eingenommen werden oder eine Operation bevorsteht. Milde Ingwer-Produkte wie Ingwertee sind in Maßen erlaubt. Im Zweifelsfall klärt der Hausarzt über etwaige Risiken auf.

Einfluss auf die Schwangerschaft

Ingwer sollte nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden. Die Pflanze kann die Wehen fördern und im schlimmsten Fall eine Frühgeburt begünstigen. Eine geringe Dosierung ist meist unproblematisch, sollte aber ebenfalls zunächst mit dem Frauenarzt abgeklärt werden.

Weil das Wehenrisiko mit der Dauer der Schwangerschaft ansteigt, sollte in den letzten Monaten vor der Geburt weitgehend auf Ingwer verzichtet werden.

Nach der Geburt des Kindes kann Ingwer wiederum die Genesung beschleunigen, indem er das Immunsystem unterstützt und durch seine antioxidative Wirkung zur Ausschwemmung von verschiedenen Giftstoffen aus dem Körper beiträgt.

 

Kein Ingwer bei Gallensteinleiden

Ingwer regt die Produktion von Gallensaft an. Personen, die an einer Erkrankung der Galle leiden, dürfen keinen Ingwer verzehren, denn die erhöhte Gallensaftproduktion verstärkt eine ganze Reihe von Leiden wie etwa Gallensteine oder Schwellungen der Gallenblase und des umliegenden Gewebes.

Ob Ingwer bei Nierensteinen eingenommen werden darf, muss der zuständige Mediziner entscheiden, da hier verschiedene Faktoren eine Rolle spielen können. Grundsätzlich ist der Konsum der Pflanze bei inneren Erkrankungen jedoch nur in geringen Mengen zu empfehlen.

 

Erhöht den Blutdruck und macht wach

Zuletzt kann die intensive Schärfe des Ingwer als unangenehm empfunden werden. Bei empfindlichen Personen kann es zu Bluthochdruck und Schweißausbrüchen kommen, wenn zu viel Ingwer verzehrt wird. Deshalb sollte auch bei hohem Fieber oder einer Grippe nicht allzu viel Ingwer konsumiert werden. In geringen Dosen werden die positiven Heileffekte der Knolle optimal genutzt, ohne dass Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Darüber hinaus ist die Ingwer jedoch relativ gut verträglich. Wer die Pflanze richtig dosiert und keine Unverträglichkeit hat, darf Ingwer in aller Regel ohne Risiko genießen. Als Faustregel gelten maximal 50 Gramm frischer Ingwer oder 5 Gramm Ingwerpulver pro Tag.

Ingwertee enthält nur geringe Mengen Ingwer und kann ohne Einschränkungen getrunken werden.

Ob und welche negativen Effekte auftreten, hängt von der Dosierung, der Konsumform und der körperlichen Konstitution der Person ab. Deshalb bringt die Pflanze manche Mensche sofort zum Schwitzen, während andere nach dem Konsum nur geringe Auswirkungen auf die körpereigenen Prozesse verspüren. Wer bislang keine Probleme mit der Pflanze hatte, darf sie auch weiterhin wie gewohnt konsumieren.

Diese Nebenwirkungen können auftreten

Wenn eine Allergie gegen Ingwer vorliegt, wird am besten auf die Knollenpflanze verzichtet. Andernfalls können typische Nebenwirkungen wie Hautveränderungen, Unwohlsein und Schwindel auftreten. Zudem kann es zu Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen, die im schlimmsten Fall einen Kreislaufkollaps hervorrufen.

Allergiker sollten sicherstellen, dass sie keine Lebensmittel konsumieren, die Ingwer enthalten. Meist lösen bereits geringe Mengen des Allergens eine allergische Reaktion aus, die mehrere Stunden bis Tage bestehen bleiben kann.

Ingwer hat verschiedene Nebenwirkungen, aber auch positive Effekte. Die wichtigsten Nebenwirkungen noch einmal zusammengefasst:

  • Erhöht den Blutdruck
  • Wirkt blutverdünnend
  • Kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen
  • Fördert die Wehen
  • Verstärkt Gallensteinleiden

Die Pflanze kann im Normalfall ohne Risiko eingenommen werden, insofern keine Erkrankungen oder andere körperliche Beschwerden vorliegen, die im Zusammenhang mit den genannten Nebenwirkungen stehen. Bei Beschwerden sollte die Einnahme der Wurzelpflanze mit einem Arzt besprochen werden.

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